Regionalflugplatz Meinerzhagen

Flugbetrieb, auch in der Pandemie

Der Regionalflugplatz Meinerzhagen verzeichnet keine Einbußen bei Starts und Landungen.
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Der Regionalflugplatz Meinerzhagen verzeichnet keine Einbußen bei Starts und Landungen.

Die Filmcrew von „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ ließ hier eine Tankstelle nachbauen und anschließend explodieren. Die Tatort-Macher nutzten das Gelände für Aufnahmen mit Hubschraubern oder spektakuläre Autoszenen. Und viele andere Filmschaffende waren ebenfalls schon zu Gast.

Meinerzhagen – Auf dem Gelände des Flugplatzes Meinerzhagen wurden laut Besitzer Friedrich Müllensieper diese und zahlreiche andere Film-Sequenzen gedreht. Und jetzt? Funkstille. Die Corona-Pandemie legt auch diese Branche teilweise lahm, Meinerzhagen als Drehort ist zumindest zurzeit nicht gefragt.

Großveranstaltungen fallen aus

Damit brechen für Friedrich Müllensieper auch Einnahmen weg, die aus der Miete für die Nutzung der Start- und Landebahn und des Geländes resultieren. Doch das ist nicht alles. „Müllensieper: „Normalerweise finden auf dem Flugplatzgelände jährlich etwa zehn größere Veranstaltungen statt. Das Fuchs-Felgen-Treffen etwa, die Viertelmeile-Rennen, oder Tuning-Treffen. Nichts davon ist geplant. Die einzigen beiden Veranstaltungen, die für den September noch vorgesehen sind, sind der Drag-Day mit US-Fahrzeugen und das Seasons-End, ein Meeting zum Ende der Saison mit diversen Fahrzeugen. Wenn alles gut geht...“

Ein weiteres Standbein für den Besitzer des Flugplatzes waren Mieteinnahmen durch Firmen-Events. Auch hier herrscht Flaute. „Jubiläumsfeiern oder Präsentationen, zum Beispiel von Mercedes oder Porsche –, das alles findet nicht statt.“

Flugbetrieb geht weiter

Staatliche Hilfe musste Friedrich Müllensieper während der Pandemie noch nicht in Anspruch nehmen. Das liegt auch daran, dass er mit dem Flugbetrieb noch zufrieden ist: „Auf die Starts und Landungen hat die Pandemie bei mir noch keinen Einfluss“, berichtet der Geschäftsführer Erstaunliches.

Neben der Firma Coeln Copter, die Hubschrauberflüge auch ab Meinerzhagen durchführt, würden auch diverse Flugschulen den Platz nutzen, erklärt Müllensieper und fügt hinzu: „Die starten dann beispielsweise auf dem Flughafen Essen/Mülheim, in Mönchengladbach oder auch Auf dem Dümpel, landen hier und fliegen wieder zurück.“

Geschäftsleute reisen weiter an

Auch Piloten absolvieren ihre so genannten „Check-Flüge“ mit einem Zwischenstopp in Meinerzhagen. „Wir bekommen auch Besuch von Piloten, die normalerweise auf Rasenflächen starten und landen und das dann auch auf unserer Asphalt-Landebahn üben möchten“, sagt Friedrich Müllensieper.

Das bringt ebenso Geld in die Kasse wie die Nutzung des Flugplatzes durch Geschäftsleute, die mit dem Flugzeug anreisen. Friedrich Müllensieper hat es dann etwa mit „Fliegern“ aus der Schweiz oder aus entfernteren Gegenden in Deutschland zu tun. „Diese Geschäftsleute, beispielsweise aus Branchen wie der Luftfahrt, Automobil-Zulieferindustrie oder dem Bereich Werkzeugbau, haben häufig etwas in Meinerzhagen, Attendorn oder Lüdenscheid zu erledigen“, berichtet er.

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