Müll unter der Brücke

Verstoß in doppelter Hinsicht

Müll soweit das Auge reicht: Vermutlich seien es die Überbleibsel von Treffen unter der Brücke. Auch die sind aktuell nicht erlaubt.
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Müll soweit das Auge reicht: Vermutlich seien es die Überbleibsel von Treffen unter der Brücke. Auch die sind aktuell nicht erlaubt.

„Man kann es einfach nicht verstehen.“ Der Anblick, der sich dem Meinerzhagener unter der Talbrücke Immecke offenbarte, machte ihn fassungslos.

Meinerzhagen – „Überall Müll. Plastikbecher, Tüten, auch Scherben – alles wild verstreut.“ Eine „wilde“ Müllkippe? Nicht unbedingt. Eher handele es sich wohl um einen illegalen Treffpunkt, der auf diese Weise hinterlassen wurde.

Jüngere Personen mit Taschenlampen

Allein aus Umweltsicht seien die herumliegenden Hinterlassenschaften in der Natur nicht nachvollziehbar. Rücksichtslos sei das Ganze jedoch auch aus einem anderen Grund. Bereits öfter habe er abends in der Dämmerung mehrere augenscheinlich jüngere Personen mit Taschenlampen und entsprechendem „Equipment“ ausgerüstet in Richtung Autobahnbrücke und Wald gehen sehen, berichtet der Leser, der namentlich nicht genannt werden möchte. Vermutlich sei das Waldstück unter der Autobahnbrücke zum Treffpunkt auserkoren worden, immerhin liege es abseits und etwas versteckt.

Treffen größerer Gruppen

Treffen in größeren Gruppen – laut Coronaschutzverordnung ist das derzeit verboten. „Diejenigen, die abends hierher kommen, hinterlassen nicht nur ihren Müll, sie verstoßen auch gegen die derzeitig geltenden Corona-Regeln“, so der Leser: „Überall wird auf Abstand geachtet. Die Infektionszahlen sind hoch. Was nützt es, wenn man tagsüber eine Maske trägt, sich an die Vorschriften hält und abends dann gegen diese verstößt und sich heimlich trifft, womöglich ohne Maske.“

Doppelter Verstoß?

Für Verstöße gegen die Corona-Regeln, die zur Eindämmung des Virus beitragen sollen, hat auch Thomas Dröscher, Leiter des Fachdienstes Ordnung, kein Verständnis. Im aktuellen Fall handele es sich unter Umständen um einen „doppelten Verstoß“. „Wir werden uns das anschauen“, versprach er. Verhindern können werde man Treffen an versteckten Orten wie dem im Bereich Kohlberg aber kaum, so die Einschätzung des Ordnungsamtsleiters. „Da können wir eigentlich nur kontrollieren, wenn wir davon erfahren.“ Nicht nur in Geschäften oder der Innenstadt werde die Einhaltung der Coronaschutzverordnung überprüft, erklärte Dröscher, „wir sind überall unterwegs, auch am Wochenende.“ Treffpunkte würden in den Streifenplan aufgenommen. Das gelte beispielsweise auch für die Schulen, beispielsweise die Grundschule Am Kohlberg. Hier würden regelmäßige Kontrollen durchgeführt.

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