Valberter spendet einen Defibrillator

Impulse fürs (Über-) Leben im Ebbedorf

Defibillator - Ebbeschule - Valbert
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Als Multiplikatorin gefragt: Schulleiterin Stefanie Nesselrath ließ sich die Funktionen des Defibrillators erklären.

Er ist gebürtiger Valberter, er arbeitet hier, seine Eltern wohnen hier – und auch sonst hat Ingo Hartmann die verschiedensten Beziehungen zum Dorf und seinen Bewohnern. Herausragend dabei sicherlich die Funktion als erster Vorsitzender des RSV-Listertal.

Genau diese Verbundenheit hat ihn nun dazu veranlasst, anlässlich seines runden Geburtstags in diesem Jahr dem „Dorf“ etwas zu schenken. Anstelle von Geschenken für sich, sammelte Ingo Hartmann Geldspenden und kaufte einen „Jedermann-Defibrillator“. Ähnlich dem, der durch eine Spende des Lions-Clubs seit gut zwei Jahren in der Valberter Volksbankfiliale hängt.

Hartmanns impulsive Spende hängt seit vergangener Woche an der Ebbeschule, in einer witterungsgeschützten Ladestation. Dort traf er sich zur Übergabe und zur Einweisung mit der kommissarischen Schulleiterin Stefanie Nesselrath, weiteren Lehrkräften, der Schulsekretärin und dem Hausmeister.

Thomas Steinberger vom Elbe Notfallmanagement war aus Hamburg angereist, um den „AED“ (Automatisierten Externen Defibrillator) vorzustellen. Bewusst vermied er dabei das Wort „Einweisung“, da sich diese eigentlich erübrigt. Der Grund dafür ist hörbar, sobald das Gerät im Notfall geöffnet wird: Gezielt und in folgerichtigen Schritten fragt der Defibrillator Fakten ab und erklärt die Bedienung. Mit eingebunden dabei ist auch die Anbringung der Elektroden.

Alarmgeschützt hängt der Defibrillator an der Ebbeschule und kann dort im Notfall entnommen werden.

Bei der Standortwahl spielte unter anderem die Tatsache eine Rolle, dass der Defibrillator auch speziell für die Behandlung von Kindern genutzt werden kann. Dazu steht am Gerät ein entsprechender Modus zur Verfügung (siehe Info-Kasten). Bei der Vorstellung in der Aula der Ebbeschule sollten die Anwesenden als spätere Multiplikatoren „fit“ gemacht werden.

„Der Defibrillator ist sowohl für den Schulbetrieb, als auch für die Hallennutzer, aber auch für das Oberdorf ein Sicherheitsgewinn“, freute sich Stefanie Nesselrath bei der Übergabe über den potenziellen Lebensretter.

So funktioniert der „Jedermann-Defi“

Der plötzliche Herzstillstand trifft allein in Deutschland jährlich mehr als 100 000 Personen. Kommt es dazu, zählt jede Minute. Stromstöße aus dem Defi können das Kammerflimmern beheben und so Leben retten. Der vollautomatische Defibrillator gibt den Schock vollautomatisch, nachdem das vorher direkt erstellte EKG analysiert wurde, ohne Zutun des Anwenders ab. Im Kindermodus – durch Energiereduzierung auf Tastendruck – steht eine optimale Versorgung bereit. Die Lautstärke der Sprachansagen wird automatisch der Umgebungslautstärke angepasst. In der Gerätestation ist der Defi gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt.

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