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Halb Schützenfestkind, halb Eule: Scheule

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Von: Simone Benninghaus

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Mit den bunten Holz-Scheulen schmückten die Valberter Schützen die Ihnestraße.
Mit den bunten Holz-Scheulen schmückten die Valberter Schützen die Ihnestraße. © Benninghaus, Simone

Keine Umzüge, kein Schießen an der Vogelrute, keine Geselligkeit. Kein Schützenfest. Erneut werden die Schützen im Ebbedorf nicht wie gewohnt feiern. Trotzdem ist Valbert geschmückt. Nicht (nur) grün-weiß, sondern bunt – mit hunderten von kleinen Mini-Ebbis, dem Kindermaskottchen der Schützen.

Valbert – Die einen sind rosa, andere regenbogenbunt, manche erinnern in Blau eher an einen Seemann als an Schützen. „Fantastisch“, strahlt Dominik Busch angesichts von 200 kleinen Holz-Ebbis in den unterschiedlichsten Farben. „Wir haben eine spontane Idee in die Tat umgesetzt“, zeigt sich der Vorsitzende des Schützenvereins begeistert von dem Ergebnis. Kurz vor den Sommerferien wurden die kleinen Scheulen aus Holz, die dank der Unterstützung der Schreinerei Klauke und Ehm ausgesägt werden konnten, in den Valberter Kindergärten und der Ebbeschule verteilt. Alle Kinder sollten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und das Maskottchen bunt verzieren – „ob Ebbi eine rosa Kappe trägt oder eine grüne, ganz egal, die Fantasie zählt.“ Bevor die Scheulen an der Ihnestraße aufgestellt werden konnten, wurden sie lackiert, damit sie auch Regenschauern standhalten.

Ebbi ist das Maskottchen der Kinder

Doch nicht nur mit den Kindermaskottchen soll das Dorf an diesem Wochenende geschmückt werden. „Wir rufen alle Valberter auf: Auch wenn kein Fest stattfindet, hängt Fahnen und Wimpel raus“, lautet der Wunsch des Schützen-Chefs, der auch im pünktlich zum „Festwochenende“ erschienenen „Horrido“-Magazin zu lesen ist. Die 40 Seiten starke Schützenzeitung ist eigens anlässlich des zweiten Schützenfestes „zu Hause“ entstanden – maßgeblich auch dank des Einsatzes von Chefgrafikerin und Layouterin Carola Hafner, wie der Vorsitzende hervorhebt. Alle Mitglieder, die das Magazin am Wochenende in den Händen halten sollen, können zumindest in Wort und Bild Schützenfest erleben – mit Rückblicken auf vergangene Feste und Bildern der Jubelmajestäten, aber auch mit Ausblicken wie dem bevorstehenden Jubiläum der Valberter Jäger. Dr. Sommer gibt Tipps in der „Schützen-Sprechstunde“, die Majestäten werden „abseits von Prunk und Protz“ an ihren Arbeitsplätzen vorgestellt und in einem Interview verrät das Kaiserpaar, warum bei ihnen auch „Sissi und Franzl“ eine Rolle spielen.

Platzkonzert

„Die letzten eineinhalb Jahre haben bei uns allen, im Kleinen, wie im Großen, Spuren hinterlassen“, so Dominik Busch. Mit dem „Horrido“-Magazin wolle man für etwas Unterhaltung sorgen. Der Schützengedanke und die Gemeinschaft werden so noch einmal auf andere Weise aufrecht gehalten. „Machen wir aus dem Schützenfest im Garten ein unvergleichliches Wochenende“, wünscht sich der Vorsitzende. Etwas Schützenfestatmosphäre wird dennoch im Ebbedorf herrschen, wenn, wie im Vorjahr, die Schützen im Kirchpark antreten, um hier der Gefallenen der Weltkriege zu gedenken. Anschließend wird es vor der „Hültekanne“ ein Platzkonzert mit dem Musikverein „Lyra“ Altenhof geben. Die Plätze sind auf 100 Personen begrenzt, die sich anmelden müssen. Zudem gilt die 3-G-Regel.

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