Valberter Schützen freuen sich auf das Fest der Feste

Die Amtszeit von König Axel und Königin Lydia Oehm nähert sich dem Ende. ▪ Archivfoto: Schüller

VALBERT ▪ Es ist nicht mehr lange hin, bis in Valbert die Böller von den Berghängen krachen. Vom 15. bis zum 18. Juli feiert die Bevölkerung des Ebbedorfes ihr Schützenfest.

Den Auftakt machen, mittlerweile zum dritten Mal, die Kleinsten der Valberter Schützenfamilie. Denn am Freitagnachmittag findet wieder das „Kinderfest vorm Schützenfest“ statt. Von 14 bis 17 Uhr gilt es für den Nachwuchs, sich in der Ebbehalle auszutoben und aus ihren Reihen das dritte Valberter Kinderprinzenpaar zu ermitteln. In bewährter Weise werfen die Jungs und Mädchen wieder getrennt auf zwei Styroporvögel und können so um die Ehre der jüngsten Regenten im Ebbedorf kämpfen. Am Abend können sich dann die Erwachsenen auf das bevorstehende Wochenende bei den Schützen aus dem Oberdorf einstimmen.

Am frühen Samstagnachmittag, wenn Hauptmann Axel Berghaus um 13.45 Uhr das Antreten am Denkmalplatz befiehlt, fällt endgültig der Startschuss zum 429. Valberter Volks- und Schützenfest. Wenn sich dann zum ersten Mal der Schützenzug durch das Ebbedorf geschlängelt hat, findet gegen 15 Uhr das Schießen um die Würde des Kinderkönigs statt. Der erfolgreiche Schütze oder die erfolgreiche Schützin werden gegen 17 Uhr feierlich in voll besetzter Ebbehalle gekrönt. Unmittelbar im Anschluss findet dann ab 18 Uhr der Kommers statt, zu dem zahlreiche Gäste befreundeter Vereine und eine große Anzahl Ehrengäste erwartet werden. Die musikalische Gestaltung dieses Programmteils obliegt dem Musikverein Lyra Altenhof unter der musikalischen Leitung von Musikpädagoge Benedikt Blome. Ab 20 Uhr spielt die Live-Band des Musikvereines „The Natives“ auf.

Der Festsonntag beginnt zum zweiten Mal mit einem ökumenischen Schützengottesdienst in der evangelischen Kirche Valbert. Dazu wird um 9.30 Uhr am Denkmalplatz angetreten und zur Kirche marschiert. Im Anschluss findet die Totenehrung im Kirchpark statt. Um 11 Uhr beginnt dann der Frühschoppen am Potsdamer Platz. Dort wird natürlich auch wieder das berüchtigte Femegericht seine Verhandlungen abhalten. Einige Schützen dürften schon jetzt mit zitternden Knien zu Hause sitzen, wenn sie daran denken, dass die Richter um Jasper Sönnecken, alias Klaus Haferkorn, ihr Urteil sprechen. Die Richter gelten allesamt als unbestechlich und sind bekannt für ihre prompte Urteilsfindung. Wie an allen Tagen wird um 13.45 Uhr angetreten und auf direktem Weg zur Ebbehalle marschiert. Bei Kaffeetrinken und Konzert der Altenhofer Musiker kann jeder Valberter Bürger in der Halle und auf dem Festplatz einen kurzweiligen Nachmittag im Kreise von Freunden, Nachbarn, Bekannten und Schützenbrüdern und -schwestern verleben. Ab halb vier wird es dann in der Vogelrute so richtig ernst. Die Jungschützen wollen ihren neuen Prinzen ermitteln. Der glückliche Schütze und seine Prinzessin werden dann am Abend um 19 Uhr feierlich gekrönt.

Den Höhepunkt und Abschluss bildet seit jeher der Schützenfestmontag. Nach dem Antreten, wie die Tage zuvor um 13.45 Uhr, wird das Königspaar Axel und Lydia Oehm an seiner Residenz an der Schützenstraße abgeholt. Nach einer kurzen Pause wird König Axel ein letztes Mal zu seinem Volk sprechen, seine Amtszeit neigt sich dann mit großen Schritten dem Ende entgegen. Ein letztes Mal präsentieren er und seine Königin sich im Festzug zur Ebbehalle. Hier wird ab 15.30 Uhr auf den Preis-, der zugleich auch der Königsvogel ist, angelegt. Den Schießmeistern obliegt die Entscheidung, ab wann der Abschuss des Rumpfes freigegeben wird. Denn dann erst wird es ernst. Fällt der Vogel nun, hat Valbert einen neuen König, der gemeinsam mit seiner Königin am Abend um 20 Uhr gekrönt und für ein Jahr der Regent der Valberter Schützen ist.

Der Große Zapfenstreich bildet den zeremoniell höchst anspruchsvollen Abschluss des 429. Valberter Schützenfestes. Beim großen Königsball, der direkt im Anschluss stattfindet, besteht letztmals Gelegenheit, bis tief in die Nacht zu tanzen und zu feiern.

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