Ortswechsel von Valbert nach Drolshagen

Pastor Beilicke zieht um und betreut bald zwei Gemeinden

Wird seinen Schreibtisch im Valberter Pfarrhaus räumen: Pastor Stefan Beilicke.
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Wird seinen Schreibtisch im Valberter Pfarrhaus räumen: Pastor Stefan Beilicke.

„Niemals geht man so ganz.“ Trude Herr hat dieses Lied sicherlich nicht für die katholische Kirchengemeinde in Valbert gesungen. Passen tut es trotzdem.

Valbert – Denn: Pastor Stefan Beilicke wird das Ebbedorf verlassen und seinen Wohnsitz nach Drolshagen verlegen. Er bleibt allerdings Seelsorger für Valbert – aber nur noch im Rahmen einer 50-Prozent-Stelle. Die restliche Hälfte seiner Arbeitszeit wird der Geistliche in Drolshagen ableisten.

Wechsel am 1. März

Stichtag ist der 1. März. Dann wird für Stefan Beilicke ein neuer Lebensabschnitt beginnen. „Ich war viele Jahre im Kloster und habe dort gemerkt, dass mir das gemeinschaftliche Leben gut tut“, begründet Pastor Beilicke den Schritt in eine Wohngemeinschaft, die sich in Drolshagen gründet und der er schon bald angehören wird. Zusammen mit anderen Geistlichen will der heimische Pastor in der Nachbargemeinde wohnen, beten und arbeiten.

Die gute Nachricht für Valbert: Pastor Beilicke wird die seelsorgerischen Aufgaben im Ebbedorf weiter erfüllen. „Die Gottesdienste bleiben nach dem Lockdown als Angebote weiter wie gewohnt erhalten, ebenso wie die wöchentliche Sprechstunde“, verspricht Beilicke, der hinzufügt: „Ich fühle mich in Valbert nach wie vor sehr wohl und danke der Gemeinde in diesem Zusammenhang für das Mittragen.“

14 Jahre in Klöstern

14 Jahre lang hat Stefan Beilicke in Klöstern gelebt. Er studierte Theologie in Bonn und Wien. Der österreichischen Hauptstadt blieb er zunächst als Zisterzienserpater treu. Im Jahr 2009 kam er dann nach Bochum-Stiepel, wo er in der „Tochtergründung“ seines Klosters arbeitete. Im Ruhrgebiet suchte er auch Kontakt zu Menschen am Rande der Gesellschaft, denen er sich in seiner täglichen Arbeit gern widmete. „In unserer Gesellschaft wird ganz viel Not übersehen – und das nicht nur in großen Städten, sondern durchaus auch auf dem Land“, begründete Stefan Beilicke damals den Umzug aus der Metropolregion Ruhrgebiet nach Valbert.

Verständnis für Entscheidung

Dass Stefan Beilicke diesen Schritt tut, kann Pfarrer Peter Kroschewski von der Gesamtgemeinde St. Maria Immaculata nachvollziehen: „Er ist ein Klostermensch und nicht daran gewöhnt, allein leben zu müssen. Das ist nicht sein Weg. Deshalb freut es mich, dass er sich einer Priestergemeinschaft in Drolshagen anschließen wird. Ich bin aber auch heilfroh, dass Stefan Beilicke uns im Rahmen der 50-Prozent-Stelle erhalten bleibt. Der Schritt ist für ihn sicherlich richtig, und ich habe lieber Mitbrüder, die sich wohlfühlen.“

Sowohl Pfarrer Peter Kroschewski als auch Pastor Stefan Beilicke müssen jetzt allerdings abwarten, wie sich das Gemeindeleben in Zeiten der Pandemie und danach entwickeln wird. Präsenzgottesdienste finden nach wie vor nicht statt. Wann das wieder möglich sein wird, steht in den Sternen. Und auch die Frage, ob die Gemeinde danach zum „kirchlichen Alltag“ wie vor Corona zurückkehren wird, lässt sich zurzeit von niemandem beantworten.

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