Tanzen mit den Profitrainern der „Rheinveilchen“

Verdiente Pause nach einem mehrstündigen Training: Die Funkenmariechen genießen einen Moment der Ruhe und Entspannung.

VALBERT - „Ausstrahlung ist etwas, das viele Tänzer auf der Bühne vergessen“, weiß Susanne Waldorf-Löhr. Die Profitrainerin der Kölner Tanzgarde „Rheinveilchen“ leitete am Sonntag zusammen mit ihren Trainerkollegen, ihrem Mann Gottfried Löhr, Kerstin Hackenberg und Jessica Helmersbach das offene Training beim Gardentag in der Ebbehalle.

Von Petra Schüller

„Tanzen können alle, die Beine schmeißen können auch alle – nur durch Ausstrahlung kann man sich auf der Bühne abheben“, erklärte die erfahrene Trainerin.

So war dies einer der Punkte, den sie während ihrer ersten Trainingseinheit mit den Funkenmariechen besprach. „Es bringt schon viel, wenn ab und zu einige aus der Gruppe vor der Bühne stehen und den anderen ein Feedback geben“, so Waldorf-Löhr.

Die fünf Valberter Garden und der Elferrat hatten am Sonntag auch die Öffentlichkeit eingeladen, das offene Training mit den Profis aus Köln zu besuchen. „Wir sind bisher sehr zufrieden mit der Resonanz“, bilanzierte Elferratsmitglied Klaus Haferkorn am frühen Nachmittag. Kaffee und Kuchen, Würstchen und anderes mehr standen für die Besucher bereit. Wer die Ebbehalle betrat, sah auf der Bühne und in mehreren Bereichen der Halle geschäftige Aktivität.

Bilder vom Gardentag in der Ebbehalle

Gardentag in der Ebbehalle

Am Vormittag stand das Training für die Altersgruppen ab 14 Jahren auf dem Programm. Während Gottfried Löhr mit den Valberter Husaren und ihren beiden Tanzmariechen die Hebefiguren probte und wichtige Tipps gab, um den akrobatischen Tanzeinlagen den letzten Schliff zu geben und Risiken zu vermeiden, half Trainerin Jessica Helmersbach den Konfettis, einzelne Abschnitte ihrer Choreografie zu verbessern.

Währenddessen waren die Funkenmariechen auf der Bühne gefordert: Sie wurden von Susanne Waldorf-Löhr und Kerstin Hackenberg trainiert und lernten auch, auf die richtige Körperspannung zu achten. „Wir empfehlen, drei bis vier Mal pro Woche einige Übungen zur Kräftigung der Muskulatur zu machen“, erklärte Hackenberg. „Zehn Minuten am Morgen reichen schon aus, und man geht gleich mit einem ganz anderen Körpergefühl auf die Bühne.“ Die beiden Profitrainerinnen waren voll des Lobes: „Alle sind sehr aufmerksam und diszipliniert bei der Sache,“ so Waldorf-Löhr. „Man merkt, dass die Tänzerinnen und Tänzer etwas lernen möchten. Daher ist das auch für uns eine tolle Sache.“

Die Veranstalter zeigten sich beeindruckt von dem Nutzen des professionellen Trainings. „Ich habe schon von mehreren Seiten die Rückmeldung bekommen, dass das den Garden sehr viel bringt“, erzählte Carsten Engstfeld, Elferratsmitglied und einer der Husaren-Trainer. Besonderen Nutzen zogen die Garden daraus, dass die Profitrainer bestens vorbereitet ins Ebbedorf kamen. „Sie baten uns einige Zeit vor dem Training, ihnen Informationen zum Alter und Trainingsstand der Garden und Videos mit den aktuellen Tänzen zuzuschicken“, berichtete Klaus Haferkorn. So hatte das rheinische Trainer-Quartett auch Tipps zur Verbesserung der Choreografien und zur Wahl der passenden Musik im Gepäck. Ein wichtiger Schwerpunkt war am Sonntag das richtige Aufwärmtraining. Hierzu konnte der Valberter Physiotherapeut Carsten Meinking den Garden und ihren Trainern wichtige Ratschläge geben. Er übernahm das Aufwärmtraining und erklärte, wie sich Verletzungen vermeiden lassen.

Ab 13 Uhr kamen auch die jüngsten Garden, die Valberter Ebbesterne und Ebbeflöhe, zum offenen Training und hatten dabei ebenso viel Vergnügen wie ihre älteren Tanzkollegen. Wer sich für das Tanzen in einer der Garden interessiert, kann sich per Mail an carsten-engstfeld@t-online.de mit dem Elferratsmitglied in Verbindung setzen.

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