Valberter Garde der Ebbeflöhe freut sich auf die närrische Session

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Valbert - Den ersten Auftritt in der närrischen Session haben sie schon mit Bravour gemeistert, trotzdem wird noch ein paar Mal geprobt, die Schritte werden verfeinert, es fließt noch etwas Schweiß, damit auch die Choreografie für die Zugabe bis zum i-Tüpfelchen sitzt.

Denn dass die Ebbeflöhe nach ihrem schwungvollen Showtanz mit Zugabe-Rufen belohnt werden, ist gewiss. Der Karneval startete für die 19 kleinen Flöhe und ihre drei Trainerinnen Ines Dörnen, Meike Busch und Carolin Schneider bereits im vergangenen Sommer. Seitdem wird wöchentlich trainiert. Musik auswählen, Schritte lernen, Tanzfolgen einüben – „am Anfang denken wir immer, das gibt nie was“, meint Ines Dörnen schmunzelnd. Nach 17 Jahren als Trainerin weiß sie aber auch: Bis zur Premiere steht alles – auch wenn fast bis zur letzten Minute die Choreografie verfeinert wird, Positionen umgestellt und manchmal noch neue Ideen eingebaut werden. 

Ines Dörnen bildet zusammen mit ihrer Tochter Carolin Schneider sowie Meike Busch ein eingespieltes Trainerteam. Für das Trio beginnt die Ideensuche für den Auftritt schon früh, schließlich sollen die Jecken jedes Jahr mit einem neuen Tanz, neuen selbstgenähten Kostümen und einem neuen Motto begeistert werden. Klar, dass da auch genau geschaut wird, was die „Konkurrenz“ auf die Bühne bringt: „Wir gucken uns natürlich die Tänze der anderen Garden an, auch aus dem Internet stammen manche Anregungen.“ Ideen haben aber auch die quirligen Flöhe. „Wenn sie die auch einbringen können, ist das natürlich motivierend für die Tänzer“, weiß Meike Busch, die selbst lange Zeit als Funkenmariechen aktiv war und daher über reichlich Bühnenerfahrung verfügt. 

In der großen Karnevalsfamilie steht natürlich vor allem eines im Vordergrund: der Spaß. Mit Eifer tanzen die Flöhe auf der Bühne – bei den Proben in der Ebbehalle und bei den insgesamt sechs Auftritten während dieser Session. Die Premiere in Hilden ist bereits geglückt. Dabei habe sie vor Aufregung gezittert, erinnert sich Jana (8). „Ich wusste gar nicht, wo ich tanzen sollte“, stimmt auch Joline (8) zu und ihre Trainerinnen beruhigen: „Das hat keiner gemerkt.“ Aufgeregt sei aber auch sie jedes Mal, wenn ihre Schützlinge auf der Bühne stehen, verrät Ines Dörnen. 

Dabei sind viele Flöhe schon „alte Hasen“. Belinda ist elf Jahre, als Drei- oder Vierjährige habe sie das Karnevalsfieber gepackt, und solange ist sie auch schon beim Valberter Karneval dabei – jedes Jahr mit großer Begeisterung. Das gilt auch für Fabian. Als einziger Tänzer ist er „Hahn im Korb“. Dass er der einzige Junge ist, macht dem Elfjährigen nichts aus. Im Gegenteil, für ihn steht schon jetzt fest, dass er später auch bei den Husaren tanzen möchte. Allerdings: „Wenn Jungen Lust haben, bei uns mitzumachen, würden wir uns freuen“, ist Verstärkung in der Gruppe willkommen. 

Viele Flöhe funkelten im letzten Jahr noch als Sterne auf der Bühne – da tanzten sie bei den Ebbesternen, der jüngsten Valberter Garde. Bei den Ebbeflöhen sind dann die Acht- bis 13-Jährigen aktiv. Nachwuchs ist so immer garantiert, in diesem Jahr sind elf neue Tänzerinnen in der Gruppe, die Älteren wechselten hingegen zu den Konfettis. 

Geprobt wird übrigens nicht nur während des Trainings. „Wir üben auch in der Schule in den Pausen und zeigen die Schritte unseren Freunden. Die können die auch schon“, berichtet Jana. Dass ihre Freunde sie beim Auftritt sehen, findet die Neunjährige toll. „Wenn die Leute klatschen, sieht man ja, dass man das gut gemacht hat“, ist sie sich sicher und freut sich schon auf die Medaillen, die nach jedem Auftritt an die Garden überreicht werden. 

Mit dem König der Löwen, den Mottos „Unter Wasser“, „80er“ oder „Fire and Ice“ haben die Ebbeflöhe die Jecken schon verzaubert. In diesem Jahr wird es geheimnisvoll, wenn die jungen Tänzer unter anderem bei Valbert lot gohn, dem Valberter und dem Meinerzhagener Kinderkarneval über die Bühne wirbeln. Karnevalsfans dürfen sich auf „1001 Nacht“ im Narrentempel freuen.

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