Sicherheitstechnik für das ganze Land

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Michael Urban mit einem Basisset, das zum Schutz vor Einbrechern installiert wird.

MEINERZHAGEN ▪ 40 Einbrüche im Jahr 2010, 48 ein Jahr später und bis zum dritten Quartal 2012 schon 62 – die Entwicklung in Meinerzhagen ist dramatisch. Was also tun, um vorzubeugen? Die Valberter Firma „kusu" hat einen Tipp.

Und auch die Polizei weiß Rat: „Machen sie es Einbrechern so schwer wie möglich, in Ihr Haus einzudringen.“

Ganz verhindern lassen sich Einbrüche wohl nicht, doch es gibt Erfahrungswerte, die im Kampf gegen Eindringlinge Mut machen: Ist das Gebäude so gesichert, dass viel Zeit aufgewendet werden muss um ins Innere zu gelangen, ist das die wirksamste Abschreckung. Das Stichwort lautet in diesem Zusammenhang „mechanische Sicherungen“ wie Ausziehschutz an Türschlössern, Beleuchtung, geschaltet durch Bewegungsmelder im Außenbereich, und abschließbare Riegel an Fenstern und Rollläden. Das sind nur einige Schutzeinrichtungen, die auch Michael Hufnagel und Michael Schneider vom Kommissariat Vorbeugung in Iserlohn empfehlen. Mit den beiden Experten kann bei Bedarf auch ein Termin vereinbart werden, die Beamten besuchen Bürger mit Beratungsbedarf, zeigen Schwachstellen am Haus auf und erklären, wie man die beseitigt. Sie sind von montags bis freitags unter den Telefonnummern (0 23 73) 90 99 55 11 oder -12 zu erreichen.

Über den „handfesten“ Einbruchsschutz hinaus gibt es aber weitere Möglichkeiten, sich Diebe „vom Leib“ zu halten. Dabei kommt dann Technik ins Spiel – und zwei Experten, die in Valbert die Firma „kusu“ betreiben. Die vier Buchstaben stehen für „kommunikation und sicherheit urban“, Inhaber des Unternehmens sind Michael Urban und Dirk Lienenkämper.

Wenn sich ein Einbrecher ein Haus oder eine Firma als „Zielobjekt“ ausgesucht hat, soll er seine „Arbeit“ dort zumindest nicht unbemerkt verrichten können. „Immer wissen, was passiert“, lautet deshalb die Firmenphilosophie der beiden Valberter. Das erreichen die beiden Security-Fachleute beispielsweise durch eine digitale Videoüberwachung für Innen- und Außenbereiche. Ein kleiner Rechner steuert eine Anlage, die mit Bewegungsmeldern in den Räumen, Videokameras und Sensoren, die sofort melden, wenn eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird, verbunden ist. Läuft dadurch ein Alarm auf, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Wenn die Anlage mit einem Sicherheitsdienst verbunden ist, schreitet der ein oder alarmiert die Polizei. Ein Bild über die Lage am oder im Objekt übermitteln Videosequenzen, die automatisch an die Sicherheitsfirma übermittelt werden. Es ist aber auch möglich, direkt Alarm auslösen zu lassen oder sich die Meldung auf das eigene Handy schicken zu lassen. Die einzelnen Komponenten der Anlage im Haus sind in den meisten Fällen drahtlos mit dem Herzstück, dem Zentralrechner, verbunden.

Und was kostet ein solcher Schutz? „Das ist wie bei Autos, es gibt teure und etwas günstigere Lösungen. Uns ist es allerdings wichtig, dass wir ausschließlich qualitativ hochwertige Technik einbauen. Aber man muss schon etwa zwischen 2000 und 5000 Euro einplanen“, erläutern Urban und Lienenkämper. Wird drahtlose Technik eingebaut, sind die Geräte teurer, es fällt aber weniger Arbeitslohn an. Sollen die einzelnen Komponenten durch Kabel vernetzt werden, ist es umgekehrt.

Etwa 800 Kunden in ganz Deutschland hat die Valberter Firma „kusu“. Dazu zählen Unternehmen ebenso wie Hausbesitzer. Dass die Kunden der Valberter durchaus Nutzen von den eingebauten Anlagen haben, erfahren die Experten aus dem Ebbedorf immer wieder. Lienenkämper: „Bei einem Unternehmen haben wir einmal eine Außenanlage installiert, weil dort immer wieder Diesel und Benzin gestohlen wurde. Drei Tage nach der Montage wurde durch unsere Anlage ein stiller Alarm ausgelöst. Wachdienst und Polizei haben dadurch mehrere Täter vor Ort gestellt und dingfest gemacht“, freuen sich die Männer aus dem Ebbedorf. ▪ beil

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