Schock-Fund im Märkischen Kreis

Skorpion im Badezimmer entdeckt: Suche mit Wärmebildkamera im Haus im MK

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Ein junger Mann entdeckte den Skorpion in seinem Badezimmer.

Valbert – „Tierische Einsätze“ sind nicht unüblich für die Feuerwehr. Dass es sich bei diesen Tieren um Skorpione handelt, ist allerdings höchst ungewöhnlich.

In Valbert rief solch ein Exemplar, das zur Ordnung der Spinnentiere zählt, nun aber Polizei und Feuerwehr auf den Plan. Zuvor hatte der Skorpion dem Bewohner einer Dachgeschosswohnung einen gehörigen Schrecken eingejagt. Er alarmierte die Einsatzkräfte, nachdem er den ungebetenen Gast im Badezimmer bemerkt hatte.

Völlig fassungslos habe der junge Mann die Helfer empfangen, „denn eigentlich wollte er nur seine Wohnung putzen, als er im Badezimmer plötzlich ein ungewöhnliches Tier entdeckte, das sich bei genauerem Hinsehen als Skorpion herausstellte“, berichtet Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus, der mit seinem Stellvertreter Marc Schulte am Ort des Geschehens auf die Suche ging.

„Natürlich stellten sich uns zunächst gleich mehrere Fragen: Was ist das für ein Skorpion und vor allem: wo kommt er her?“, so Bösinghaus. „Der Bewohner der Dachgeschosswohnung war kein Halter außergewöhnlicher Tierarten und daher auch nicht der Besitzer.“ Der Skorpion sei demnach wohl unbemerkt in die betroffene Wohnung gekrabbelt, so die Vermutung der Feuerwehr. 

Hier war er jedoch bei ihrem Eintreffen zunächst weit und breit nicht zu sehen. Dabei hatte der Hausbewohner das Bad sofort verlassen und die Tür geschlossen, als er seinen Gast entdeckt hatte. Mit seinem Smartphone hatte er zuvor ein Foto von ihm gemacht und das bewies eindeutig, dass es sich um einen Skorpion handelte.

Die Einsatzkräfte suchten das Bad daraufhin mit einer Wärmebildkamera und einem Schornsteinfegerspiegel ab und entdeckten es schlussendlich in einer dunklen Ecke. Dank der Kreisleitstelle des Märkischen Kreises sei der Kontakt zu einem privaten Halter von Spinnen und Reptilien vermittelt worden. „Dieser hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, uns beim Einfangen des Tieres zu helfen“, ist der Feuerwehrchef froh über die Unterstützung. 

Der Skorpion-Kenner habe alle Beteiligten auch beruhigen können, dass von dem Exemplar in Valbert keine Gefahr ausging. „Ein Stich wäre wohl allerdings sehr schmerzhaft gewesen.“ Der herrenlose Skorpion habe ein neues Zuhause im Dortmunder Zoo gefunden.

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