Gleich zwei Treffpunkte für die Valberter Bürger?

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Die Hültekanne in Valbert: Im Moment deutet äußerlich nichts mehr auf eine Gaststätte hin.

Valbert - Statt keines einzigen Treffpunktes könnte es demnächst gleich zwei Angebote für die Dorfbewohner geben. Parallel zu den Bemühungen um einen Dorfgemeinschaftsraum in der alten Post zeigt ein neuer Pächter Interesse an einer Wiedereröffnung der Hültekanne.

Aber: Keiner der handelnden Akteure sieht eine Konkurrenzsituation zwischen den beiden Vorhaben.

Anfang Oktober 2016 war es klar: Die Valberter müssten zunächst einmal ohne ihre Dorfkneipe, die Hültekanne, auskommen. Bestand zu diesem Zeitpunkt noch beim Eigentümer des Objektes die Hoffnung, einen neuen Gastwirt für das über 500 Jahre alte Traditionsobjekt mitten im Dorf zu finden, verlor sich diese im Laufe der Zeit. Initiiert durch den Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck kam, auch in einer Bürgerversammlung in der Ebbehalle, der Ruf nach „Wiederbelebung“ des Objektes oder nach der Neueinrichtung einer anderen Versammlungsmöglichkeit für die Valberter auf. 

Nach Gründung des Dorfvereins „Gemeinsam für Valbert“ im Herbst letzten Jahres schrieben sich dessen Verantwortliche das Thema auf ihren Arbeitsplan. Fazit hieraus nach einem dreiviertel Jahr intensiver Überlegungen: Die „HüKa“ war wegen unterschiedlichster Gründe für den Verein kein „stemmbares“ Projekt. Vielmehr fand man mit einem rund 50 Quadratmeter großen Raum in der alten Post eine realisierbare Alternative für einen Dorfgemeinschaftsraum.

Neben den Bemühungen des Vereins gab es in diesem Zusammenhang auch Überlegungen im Meinerzhagener Rathaus. Diese gipfelten noch vor den Sommerferien in einer Vorlage für den Rat. „Seit der Schließung der Traditionsgaststätte Hültekanne im Oktober 2016 ist ein wichtiger dörflicher Mittelpunkt verschwunden, der nicht nur Treffpunkt vieler Valberter war, sondern häufig auch verschiedenen Vereinen als Versammlungsort diente“, hieß es darin unter anderem. „Sollte der Rat dem Beschlussvorschlag folgen, sind zunächst hausintern Planunterlagen zum Umbau (…) zu erarbeiten. Im Anschluss daran sind die für den Umbau anfallenden Kosten zu ermitteln. Nach Klärung der derzeit noch offenen planerischen und finanziellen Fragen, werden die zuständigen politischen Gremien über die Ergebnisse informiert“, besagte die letztendlich vom Rat getroffene einstimmige Entscheidung Anfang Juli. 

Aktuell zeichnet sich derzeit allerdings eine weitere interessante Entwicklung ab. „Ich bemühe mich gerade um die erforderlichen Genehmigungen. Erhalte ich diese, könnte in der Hültekanne Anfang Dezember wieder der Kneipenbetrieb laufen“, so Bernd Hauchwitz. Er gehörte bereits zwei Mal zuvor zu den Wirtsleuten in der Traditionsgaststätte. Bei den bisher handelnden Akteuren sorgt die neue Sachlage nicht für ein grundsätzliches Umdenken bei den geplanten Verfahrensschritten. „Ich sehe dort keine Konkurrenzsituation entstehen. Und da wir vom Verein auf eine wesentliche finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln verzichten möchten, würden wir auch nicht bevorzugt behandelt, beziehungsweise der Betreiber der Hüka benachteiligt“, so Ulf Hildebrandt. 

Und auch Bürgermeister Jan Nesselrath sieht derzeit keinen Grund für ein Umdenken: „Ich sehe durch die unterschiedliche Ausrichtung für den Gemeinschaftsraum gegenüber der Gaststätte HüKa keine Konkurrenzsituation entstehen. Wie im Rat vor den Sommerferien entschieden, kommen in einer der nächsten Sitzungen die ermittelten Fakten zur Errichtung des Raumes in der alten Post zur Sprache. Danach sehen wir dann weiter und werden versuchen, eine nachhaltige Lösung für Valbert zu finden.“

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