Drogen im Haus – empfindliche Strafe

Das Gericht verhängte eine empfindliche Geldstrafe gegen den 25 Jahre alten Meinerzhagener. - Foto: dpa

Meinerzhagen - „Das klingt doch alles gar nicht so schlecht. Ein paar Jugendsünden und ein gut bezahlter Job. Ob das ein Ausrutscher war, wird die Zukunft zeigen. Trotzdem verhandeln wir hier heute keine Lappalie. Das soll sich auch in der Geldstrafe ausdrücken“, begründete Richter Guido Varney sein Urteil.

Von Johannes Becker

Tatsächlich sind 4800 Euro (80 Tagessätze zu je 60 Euro) bei einem monatlichen Nettoverdienst von 1800 Euro kein Pappenstiel. Allerdings hatte der Angeklagte auch 43 Gramm Marihuana zu Hause gelagert, inklusive aller Utensilien, die man für die Portionierung benötigt, wie beispielsweise eine Feinwaage.

Zur Herkunft der Drogen und zu deren weiterer Verwendung wollte er keine Angaben machen. Lediglich den Besitz räumte der Meinerzhagener ein. Abzustreiten war dieser auch kaum, da das Marihuana bei einer Hausdurchsuchung im März 2013 gefunden und beschlagnahmt worden war.

Auch zu den Hintergründen, die zu der Tat geführt haben könnten, schwieg der 24-Jährige am Dienstag und der Richter beschränkte sich auf Andeutungen: „So ein V8 braucht Futter. Auch wenn es sich bei dem Wagen um einen Mercedes und nicht um einen BMW handelt, so etwas besitzt man aus Freude am Fahren.“

Sollte es wirklich der etwas aufwändigere Lebensstil des Angeklagten gewesen sein, der ihn zu der Tat animierte, so wird er sich wohl nach dem Urteil und der damit verbundenen Geldstrafe etwas einschränken müssen – und aufgrund der notwendigen Ratenzahlung noch häufiger an das Delikt denken müssen.

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