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Unternehmer schließen sich für A45 zusammen - aber einer der größten Arbeitgeber im MK fehlt (noch) 

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Von: Jürgen Beil

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Autobahnauffahrt in Meinerzhagen in Richtung Dortmund: Wer in die Ruhrgebietsmetropole will, muss seit Anfang Dezember aber spätestens in Lüdenscheid ab- und dann meist überlastete Umwege fahren.
Autobahnauffahrt in Meinerzhagen in Richtung Dortmund: Wer in die Ruhrgebietsmetropole will, muss seit Anfang Dezember aber spätestens in Lüdenscheid ab- und dann meist überlastete Umwege fahren. © Zacharias, Frank

Mehr als 150 Unternehmer unterstützen bereits das Aktionsbündnis A 45 der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK). Darunter befinden sich auch namhafte Unternehmen aus der heimischen Region.

Meinerzhagen/Kierspe – Die Unternehmer fordern den schnellstmöglichen Neubau der Rahmede-Brücke auf der A 45 bei Lüdenscheid. Die dauerhafte Einschränkung dieser zentralen Lebensader des Wirtschaftsstandorts belaste die Menschen, die Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region unverhältnismäßig, heißt es in einer veröffentlichten Forderung des Aktionsbündnisses.

Auswirkungen wie bei Naturkatastrophe

Die Auswirkungen seien – nach dem Hochwasser vom Sommer 2021 – im heimischen Wirtschaftsraum mit zahlreichen Weltmarktführern, vergleichbar mit einer weiteren Naturkatastrophe.

„Deshalb müssen Politik und Verwaltung vor allem auf Bundesebene jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um einen Wiederaufbau der Rahmede-Brücke in Rekordzeit zu ermöglichen“, fordert das Aktionsbündnis. Dazu müssten erkennbar Planungs-, Genehmigungs- und Bauprozesse der Rahmede-Brücke von Anfang an parallelisiert werden. Zudem müssten der Gesetzgeber und alle verantwortlichen Stellen den Ansatz unterstützen, im Rahmen des Ersatzbaus auf nicht notwendige Verfahren, wie zum Beispiel Umweltverträglichkeitsprüfungen und Planfeststellung, zu verzichten. Vergabeverfahren müssten ebenso beschleunigt und verschlankt werden.

Lernen von Italien

„Insgesamt ist der Brückenbau von Genua in zwei Jahren nicht eins zu eins vergleichbar, aber Lerneffekte durch einen Erfahrungsaustausch können niemals schaden. Dann gelingt es hoffentlich, Deutschland auch bei großen Bauprojekten wieder an die Weltspitze zu katapultieren“, schreibt das Aktionsbündnis. Alle Beteiligten müssten die Priorität dieser Maßnahme erkennen und unterstützen. „Als betroffene Unternehmerinnen und Unternehmer stehen wir jederzeit unterstützend zur Verfügung“, heißt es abschließend.

Aus Meinerzhagen haben sich bislang Vertreter der Unternehmen Krugmann, Lienenkämper, Emil Groll und Josef Heuel an der SIHK-Aktion beteiligt. Die großen Arbeitgeber Otto Fuchs oder auch GWK fehlten am Dienstag in der Liste. Stefan Laartz von der Firma Fuchs erklärte am selben Tag auf MZ-Anfrage, dass in seinem Unternehmen noch nicht abschließend über den Beitritt zum Bündnis entschieden worden sei. Laartz: „Ich gehe aber davon aus, dass das noch in dieser Woche geschehen wird.“ Er erläuterte weiter, dass durch die dauerhafte Sperrung der Brücke auch Pendler aus seinem Unternehmen betroffen seien: „Wir haben Mitarbeiter, die etwa aus Hagen oder Dortmund kommen.“ Die Brücken-Misere bezeichnete er als „echten Standort-Nachteil“.

Aus Kierspe sind die Firmen Pollmann & Sohn, ABE-Plan, Tara dem Bündnis bereits beigetreten.

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