„Martinskeller“ entsteht in St. Marien

Sanierung mit Gottes Hilfe

Noch herrscht gähnende Leere im neu entstehenden „Martinskeller“.
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Noch herrscht gähnende Leere im neu entstehenden „Martinskeller“.

„Gott wird uns den Weg zeigen.“ Pfarrer Peter Kroschewski ist sicher, dass die Neuausrichtung in seiner Katholischen Pfarrei St. Maria Immaculata gelingen wird.

Meinerzhagen – In St. Marien ist bereits ein Stückchen von dieser Aufbruchsstimmung zu spüren: Im Untergeschoss der Kirche entsteht derzeit der neue „Martinskeller“. Der Name wurde ganz bewusst so gewählt. „Dadurch soll die Verbindung zur aufgegebenen Kirche St. Martin ausgedrückt werden“, erläutert der Pfarrer. Der große Raum mit seiner in die Jahre gekommenen kleinen Küche soll künftig als Veranstaltungs- und Versammlungsraum dienen. Und natürlich wird auch eine neue Küche eingebaut, außerdem wird neues Inventar angeschafft.

„Keller“ als Ausweichquartier

Besondere Bedeutung wird dem „Keller“ zukommen, wenn nebenan das Gemeindehaus saniert wird und der dortige Saal für die Dauer der Bauarbeiten nicht mehr genutzt werden kann. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Denn: Zunächst wird der neue Pfarrgemeinderat gewählt. Und wenn es um die Umgestaltung des separaten und an die Kirche angebauten Hauses mit Pfarrbüro und Verwaltung und des Gemeindehauses geht, wird dieses Gremium sich in die Planungen einbringen und gemeinsam mit Pfarrer Kroschewski nach der besten Lösung für die Zukunft suchen wollen.

„Momentan ist das Stand der Dinge: Wir haben einen Sachausschuss gebildet, der ein Konzept ausgearbeitet hat. Allerdings sind wir noch nicht so weit, dass wir einen Architekten beauftragen könnten. Wir haben auch noch keinen gefunden“, erläutert der Geistliche. Seiner Schätzung nach werden auch noch einige Jahre vergehen, bis das Projekt abgeschlossen werden kann.

Keine eigenen Gemeinderäte

Zunächst gilt es jetzt erst einmal, einen neuen Pfarrgemeinderat zu wählen. Das passiert am 6. und 7. November. Dieses Gremium mit Vertretern aus allen drei Gemeinden, St. Marien, St. Josef und St. Christophorus, wird die Großpfarrei dann vertreten. Eigene Gemeinderäte an den drei Standorten sind nicht mehr vorgesehen. Eventuell werden stattdessen Ortsausschüsse gebildet – aber so weit ist man noch nicht.

Zurück in den Martinskeller: Der große Raum ist ausgeräumt, ein neuer Boden bereits gegossen. Noch herrscht dort gähnende Leere. Gegenüber, auf der anderen Seite des kleinen Flures, werden die Toiletten saniert. „Momentan ist alles etwas schwierig, weil es bei einigen Handwerkern Probleme mit freien Kapazitäten gibt. Es wäre aber wirklich schön, wenn wir den Martinskeller noch in diesem Jahr nutzen könnten“, ist Pfarrer Peter Kroschewski verhalten optimistisch, dass noch 2021 die ersten Besucher im „Keller“ feiern, tagen oder sich versammeln können. Die Pfarrei investiert „eine fünfstellige“ Summe in die Sanierung.

Viele ehrenamtliche Helfer

Außerdem, so der Pfarrer, werde vieles durch ehrenamtliche Helfer in Eigenarbeit geleistet. Eines lässt sich allerdings wegen der räumlichen Gegebenheiten nicht ändern: „Behindertengerecht sind die Räume leider nicht. Aber einen Aufzug einzubauen, das wäre viel zu teuer gewesen“, erläutert Pfarrer Kroschewski. Finanziert wird der Umbau des Kellers übrigens mit eigenen Mitteln der Gemeinde. „Wir greifen dabei auf Rücklagen zurück, die auch aus dem Verkauf von Immobilien stammen“, berichtet der Seelsorger.

Dass Gemeindeleben unter schwierigen Umständen generell neue Impulse braucht, ist Pfarrer Kroschewski klar: „Wir müssen Pfarrei neu denken und dabei auch auf den Pfarrgemeinderat schauen. Neue Ideen sind wichtig.“ Letzten Endes vertraut der Geistliche allerdings ganz auf Gott: „Nicht wir sind die eigentlichen Gestalter, sondern der da oben.“

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