Neun Stunden gesperrt

Schwerer Lkw-Unfall auf der A45 - Zwei Verletzte

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[Update, 25. Juni] Sauerlandlinie - Ein schwerer Unfall mit drei Lkw und zwei Pkw hat sich am Mittwochnachmittag auf der Autobahn 45 zwischen Drolshagen und Meinerzhagen ereignet. Dabei wurden zwei Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Die Aufräumarbeiten haben bis in die Nacht gedauert.

Laut Polizei war es am Mittwoch um 15.48 Uhr aus ungeklärter Ursache auf der Talbrücke Bleche zum Zusammenstoß von drei Lastwagen und zwei Pkw gekommen, die in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs gewesen sind.

Den ersten Zeugenaussagen nach blieb der Fahrer eines Lkw-Zuges, ein 40-Jähriger aus Siegen, mit seinem Sattelzug aufgrund einer Reifenpanne auf der Talbrücke zunächst auf dem rechten Fahrstreifen liegen. Da an dieser Stelle kein Seitenstreifen vorhanden ist, versuchte der Fahrer noch,  zum Ende der Brücke auf den dort vorhandenen Seitenstreifen zu fahren.

Der nachfolgende Fahrer eines Lkw, ein 55-Jähriger aus Kalkar, nahm den vor ihm stehenden bzw. langsam fahrenden LKW des Siegeners zu spät wahr. Er prallte mit seinem Sattelzug gegen die linke hintere Ecke des Pannen-Lkw. Durch die Wucht des Aufpralls riss der Lkw des 55-Jährigen die Wechselbrücke des Vordermannes mit. Dabei geriet er auf den mittleren Fahrstreifen. Sein Sattelanhänger drehte sich und blockierte alle drei Fahrstreifen.

25-jähriger Altenaer kann nicht mehr ausweichen

Ein weiterer nachfolgender Fahrer eines Lkw, ein 25-Jähriger aus Altena, konnte dem vor ihm querstehenden Sattelzug des 55-Jährigen nicht mehr ausweichen und prallte in dessen Sattelauflieger. Auch ein 52-jähriger Ford-Fahrer aus Walldorf sowie eine 42-jährige VW-Fahrerin aus Wörrstadt konnten nicht mehr ausweichen und prallten gegen den Sattelanhänger bzw. gegen den Lkw des Altenaers.

Der 40-jährige Lkw-Fahrer aus Siegen wurde schwer verletzt und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer aus Kalkar wurde ebenfalls zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Alle weiteren Beteiligten blieben nach derzeitigem Ermittlungsstand unverletzt. Ein Rettungshubschrauber, der vor Ort gelandet war, wurde nicht zum Transport benötigt.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 255.000 Euro.

Die A 45 blieb aufgrund der Bergungsarbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Verkehr wurde unter Begleitung der Autobahnpolizei kontrolliert zurückgeführt. Hinter der Unfallstelle staute sich der Verkehr auf mehrere Kilometer zurück. Während Unfallmaßnahmen bestand eine Ableitung über die Anschlussstelle Drolshagen.

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