Nach zehn Jahren: Neues Planschbecken in Sicht

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Friedrich Rothaar (links) erläuterte den Mitgliedern des Bau- und Vergabeausschusses die Pläne für das neue Nichtschwimmerbecken an der Oststraße.

Meinerzhagen - Eine schier unendliche Geschichte neigt sich nun doch dem Ende zu: Der Bau eines neuen Kinderplanschbeckens im Freibad an der Oststraße wird konkreter. Wie jetzt bekannt wurde, soll mit dem Bau nach der Badesaison 2017 begonnen werden. Von der einst geplanten Ausstattung hat sich die Verwaltung jedoch verabschiedet.

„Je länger wir warten, desto kleiner wird das Becken“ – bereits vor mehreren Jahren hat Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar vor einer allzu langen Aufschiebung des Projekts gewarnt. Denn: Der Bau eines neuen Nichtschwimmerbeckens sei bereits seit zehn Jahren im Haushalt veranschlagt, erinnerte er die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses am Donnerstag an die Historie des Vorhabens.

Das Problem: „Nur“ 300 000 Euro sind für das Projekt insgesamt vorgesehen, zurückliegende Kostenvoranschläge gingen jedoch von 350- bis 400 000 Euro aus, die die Stadt hätte investieren müssen. Und so wurde das Projekt Jahr für Jahr nach hinten geschoben – eine Zeit, die von Preissteigerungen in diesem Bereich geprägt war, wie Friedrich Rothaar erklärte.

Im vergangenen Jahr gab die Stadtverwaltung daher eine alternative Planung in Auftrag. Das Ziel: eine kleinere Lösung, die bei möglichst geringen Kosten dennoch der Resonanz durch Kleinkinder und ihre Eltern gerecht wird. Im Ausschuss stellte Friedrich Rothaar die neuen Pläne vor.

Demnach verzichtet man nun auf einen Höhenversatz innerhalb des acht mal zehn Meter großen Beckens, so dass dieses letztlich durchgängig eine Wassertiefe von 35 Zentimetern aufweisen soll. Geld sparen will die Stadt auch durch den Verzicht auf Wasserspielgeräte innerhalb des Beckens. Stattdessen sollen außerhalb des Planschbereichs Wasserkanonen, ein sogenannter Wasserigel oder auch wasserspeiender Seehund aufgestellt werden. Rolf Puschkarsky, Fraktionssprecher der SPD, warb indes für die Installation einer kleinen Rutsche, die aber auch nachträglich eingebaut werden könnte, wie es im Ausschuss hieß. Die Platzierung in direkter Nähe zum Hauptbecken des Freibads gewährleiste zudem eine bessere Einsicht durch den Bademeister, sagte Friedrich Rothaar. Die kalkulierten Kosten beliefen sich nun auf circa 260 000 Euro zuzüglich der Ingenieurskosten, so dass der Rahmen von 300 000 Euro nicht überschritten werden dürfte. „Planschbeginn“ ist nach aktueller Planung die Badesaison 2018.

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