Randale verdirbt Radsportlern Spaß am Bikepark

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Der Startturm im Bikepark erfüllt seine Funktion auch ohne Dach. Schade nur, dass die Nutzer der Anlage in der Himecke wegen einiger Randalierer künftig auf diesen Komfort verzichten müssen.

Meinerzhagen - „Der Startturm im Bikepark hat sich zum Treffpunkt von Jugendlichen entwickelt, die nichts mit dem Bikepark zu tun haben und sich dort regelmäßig treffen, laut Musik hören, den Bikepark beschädigen und nur Müll und Chaos hinterlassen.“

Marvin Gebauer ist sauer. Er ist Initiator dieser Anlage und es tut ihm weh, wenn er sieht, was dort seit etwa einem Jahr passiert.

Damit die Anlage im Grünzug Himecke, unweit der Hauptstraße und nahe am Kindergarten Hochstraße gelegen, aber weiterhin von Kindern und Jugendlichen genutzt werden kann, wurden jetzt Maßnahmen getroffen: Wolfgang Löffler, Leiter der Bike-AG der Gesamtschule Kierspe, und Marvin Gebauer haben Umbaumaßnahmen beschlossen – und umgesetzt. In der vergangenen Woche halfen etwa zehn Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren dabei, das Dach des ehemaligen Startturms abzubauen und die Seitenwände abzunehmen. Marvin Gebauer zu der ungewöhnlichen Aktion: „So ist der Platz nicht mehr wind- und wettergeschützt und kaum noch attraktiv als Treffpunkt für Leute, die dort nichts zu suchen haben. Außerdem haben alle Helfer gemeinsam die Sprünge und den Pumptrack wieder in Form gebracht und den ganzen Müll eingesammelt. So ist der Park wieder für alle nutzbar, sowohl für Anfänger mit einem BMX- oder Mountainbike, als auch für Profis.“

Eine Demontage als letztes Mittel gegen Randalierer? Eigentlich traurig, dass die Biker freiwillig auf den Komfort eines überdachten Startturmes verzichten. „Aber es ging nicht anders. Diesen Leuten ist nicht mit Vernunft beizukommen. Diskussionen zu suchen, das ist zwecklos. Einige jüngere Biker haben in der Vergangenheit gleich abgedreht, als sie die Randalierer in ihrem Park gesehen haben. Aus Angst“, erläutert Gebauer, der auch von Unmengen an Müll auf dem Gelände berichtet: „Wir haben einmal etwa fünf große Säcke weggeworfenen Unrat eingesammelt. Und zwei Wochen später sah es dort schon wieder so aus, als ob sich Müll von zwei Jahren angesammelt hätte.“

Hauptkommissar Marian Kosanke von der Polizei in Meinerzhagen verspricht in diesem Zusammenhang Hilfe. Er wendet sich an Marvin Gebauer und seine Biker-Freunde: „Wenn wieder so etwas vorkommt, sollten sie uns sofort darüber informieren.“ Entweder über den Bezirksdienst-Beamten Horst Kurte oder direkt in der Wache.“

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