Badestelle an der Lister wird attraktiver

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Wo im Moment nur „nacktes Ufer“ zu sehen ist, sollen etwa 40 000 Kubikmeter Boden für eine „Ertüchtigung“ der Badestelle an der Lister sorgen.

Valbert/Windebruch - „Wir gehen davon aus, dass wir mit den Arbeiten zur Parkplatzherstellung am Schnütgenhof bis Ende Mai fertig sind“, so die Aussage vom Tiefbauamtsleiter der Stadt Attendorn, Michael Koch, auf Anfrage.

Von Jochen Helmecke

Dabei erwähnt er, dass die erforderliche Ausschreibung für den Anschlussauftrag und deren Auswertung bereits erfolgt ist. Somit können die Tiefbauer in den nächsten Tagen mit dem Bau von 236 Parkplätzen und den Zuwegungen beginnen.

Auch der Landesbetrieb Straßen NRW wird bis Mitte des Jahres die Fußgängerampel in diesem Bereich installieren. Am Listerufer selbst wurden bereits im vergangenen Jahr zusätzliche Wege angelegt und weitere Papierkörbe aufgestellt. Eine weitere Verbesserung für die Badegäste soll der Bau einer Sanitär- und Umkleideanlage für die Wasserfreunde bringen.

Die Sanierung des zweiten Abschnitts der maroden Fahrbahnoberfläche der L 708 steht 2014 auf dem Programm des Landesbetriebes Straßen. Nach Abschluss der Arbeiten im ersten Bauabschnitt zwischen Schnütgenhof und der Zufahrt zur Listerstaumauer soll die Maßnahme nun bis nach Siepen fortgeführt werden. Michael Overmeyer, Pressesprecher der Niederlassung Südwestfalen, teilte mit, „dass mit dem Weiterbau gerechnet werden kann“.

Etwa 1200 Meter umfasst der Abschnitt. Er würde dann ebenfalls nicht nur eine neue Fahrbahnoberfläche, sondern auch einen kombinierten Rad- und Gehweg erhalten. Bei den Kosten gehen die Fachleute von Straßen NRW in etwa von der gleichen Summe wie für den ersten Abschnitt aus. Hierfür wurden rund 700 000 Euro vom Land ausgegeben.

Für die Weiterführung des Rad- und Gehweges von Siepen bis Windebruch gibt es noch keinen konkreten Termin. Ebenso für die Strecke bis nach Hunswinkel. Für diesen Teil laufen derzeit Verhandlungen über den notwendigen Grunderwerb. Bekanntlich sind im Bereich Heiligenberg äußerst „enge Verhältnisse“ vorhanden, die eine aufwendigere Lösung erfordern.

Auch wenn man als Betrachter den Eindruck haben könnte, dass beim Projekt „Ertüchtigung der Badestelle Windebruch“ Stillstand herrscht, ist dem nicht so. „Wir haben kurzfristig einen Scopingtermin, an dem die Träger öffentlicher Belange wie Naturschutzverbände, Ruhrverband, Landesbetrieb Straßen NRW, Ver- und Entsorgungsträger und andere beteiligt sind. Die bereits stattgefundenen Vorgespräche lassen bei mir den Schluss zu, dass im weiteren Verfahren keine Einwände zu erwarten sind“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck. Wenn diese Einschätzung sich als zutreffend erweisen sollte, steht einer wasserrechtlichen Genehmigung für die Maßnahme nichts mehr im Weg. Dann könnte die vorgesehene Vergrößerung und ein verbesserter Zugang zum Wasser durch eine künstliche Anlandung umgesetzt werden. Gefördert werden die Arbeiten, deren Kosten bei rund 270 000 Euro liegen, zu 80 Prozent vom Land NRW.

Neben Planungskosten schlagen dabei die Kosten für 40 000 Kubikmeter unbelastetem Bodenmaterial und dessen Transport und Einbau zu Buche. Bei der zur Verfügung stehenden Fläche in Windebruch geht Tischbiereck davon aus, dass eine „parallele Realisierung des Rad- und Gehweges und die Ertüchtigung der Badestelle eng miteinander verbunden sind. „Wir benötigen bestimmte Flächen im Uferbereich, die jetzt noch der verkehrlichen Nutzung dienen“.

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