Ahornstraße: Ausbau trotz Unbequemlichkeiten im Plan

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Viele Hindernisse machen eine freie Durchfahrt fast unmöglich.

MEINERZHAGEN - Die Ahornstraße gleicht momentan einem schlecht befahrbaren Waldweg. Schotter, wohin das Auge reicht, dazu tiefe Löcher, hohe Kanten, immer mal wieder ein Bagger, der den Weg versperrt oder fehlende Straßenbeleuchtung.

Von Kathrin Barre

Die Situation für die Anwohner, ob zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs, ist nicht leicht. Doch die meisten sehen alles sehr entspannt. „Ich kann mich überhaupt nicht beklagen“, antwortet Carsten Brocke auf die Frage, ob ihn etwas an der Baustellestöre, die quasi vor seiner Haustür liegt. Er hebt vorallem die Freundlichkeit der Arbeiter als positiven Aspekt hervor und Reinhard Vogt stellt fest: „Sie sind sehr fleißig und helfen sofort, falls es Probleme gibt, wie zum Beispiel als Schotter als Höhenausgleich für meine Einfahrt fehlte.“ Auch Anke Dango zeigt sich zufrieden mit den Arbeiten und das obwohl sie, wie viele Anwohner der an die Ahornstraße angrenzenden Nebenstraßen auch, in den letzten drei Tagen vom Ausfall des Telefon- und Internetanschlusses betroffen war. „Das ist doch normal, es gibt keine Baustelle ohne Hindernisse“, meint sie. „Klar ist es umständlich, aber ich wüsste auch nicht, wie man es anders machen sollte!“

Einige Fragen wirft der Ausbau trotzdem auf. „Warum muss es eine Straße in so einer Größenordnung werden? Warum wird die Straße so tief ausgehoben? Hätte eine Nummer kleiner nicht auch gereicht?“, fragt sich Reinhard Vogt. Auch das Ehepaar Aschenbrenner bemängelt: „Die Straße wird ausgeschachtet, als ob eine Autobahn gebaut würde.“ Doch diese Maßnahme ist nötig, weil die Ahornstraße einen viel zu geringen Aufbau aufwies und dieser heutigen Maßstäben angepasst werden muss.

Markus Schade vom Sachgebiet Bauen und Wohnen der Stadt Meinerzhagen kann zusätzlich beruhigen. „Die Auskofferungsarbeiten sind fast abgeschlossen, es fehlt nur noch ein letzter kleiner Teil bis zum Eichenweg“, erklärt er. „Auch die Versorgungsleitungen sowie die Anschlüsse für die Straßenbeleuchtung sind fast alle gelegt.“ Er sei recht zufrieden mit dem Stand der Arbeiten, alles laufe nach Plan. Kritik üben manche Anwohner auch daran, dass zunächst die Ahornstraße erneuert wird, und nicht erst die angrenzenden Nebenstraßen. „Das ist für mich nicht nachvollziehbar“, so Carsten Brocke. Schade erklärt, dass die Ahornstraße die Haupterschließungsstraße des Gebiets sei, und diese Straßen würden immer zuerst erstellt, um die Festigkeit für kommende Bauarbeiten in den Nebenstraßen zu garantieren. Der erste kleine Teilabschnitt von Grotmicke bis Akazienweg soll schon in vier Wochen fertig sein, sodass das Problem des sehr engen und steilen Abbiegens in die Grotmicke wohl erledigt sein sollte. Auch dies wird von Anwohnern beanstandet, da man vorallem mit großen und langen Autos kaum abbiegen könne.

Markus Schade kann zudem noch etwas Erfreuliches mitteilen. „Es läuft so gut, dass die Straße wohl voraussichtlich nicht wie eigentlich geplant erst nächstes, sondern schon dieses Jahr fertig wird!“

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