Haus Nordhelle: „Zentrum“ statt „Stätte“

Oben „alt“, unten „neu“: Kai-Uwe Kersten und Christian Graf von Haus Nordhelle (von links) stellten gemeinsam mit der Iserlohner Superintendentin Martina Espelöer das neue Schild vor, auf dem der leicht veränderte Name der Einrichtung prangt. - Foto: Beil

Valbert - Alles neu, macht der Mai: Aus der Evangelischen Tagungsstätte Haus Nordhelle wird das Evangelische Tagungszentrum Haus Nordhelle. Doch das ist nicht die einzige Veränderung, die dem Gebäudekomplex Auf dem Koppenkopf in Valbert bevorsteht: Anfang Mai beginnt der umfangreiche Umbau, der dem Haus ein neues „Gesicht“ verleihen wird.

Von Jürgen Beil

Etwa drei Millionen Euro werden die Träger, die Kirchenkreise Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn, investieren, um Haus Nordhelle in ein modernes Tagungszentrum mit Hotel-Ambiente zu verwandeln. Dabei ist es den Verantwortlichen allerdings wichtig, den kirchlichen Charakter weiter als festen Bestandteil im Programm zu behalten. Das wird sich auch nach der Sanierung zeigen: So wird es beispielsweise eine hauseigene Kapelle und einen Meditationsraum geben.

Doch eines ist auch klar: Um das Ziel zu erreichen, die Übernachtungszahlen von zurzeit etwa 20 000 pro Jahr auf 25 000 anzuheben, muss der Standard so weit angehoben werden, dass sich auch Tagungsgäste aus der Industrie wohlfühlen. Und dem wird Rechnung getragen. So wird neben den „Erwachsenenzimmern“ auch der Jugendtrakt umgebaut. Aus zwei Zimmern wird dort jeweils ein Raum, „familiengerechte Räumlichkeiten mit viel Platz“ lautet das Motto. Zugleich werden die Etagenbetten verschwinden und jedes Zimmer bekommt einen eigenen Sanitärraum mit Dusche und Toilette. Kostenfreies W-Lan, bei Bedarf ein Fernseher auf dem Zimmer – auch das ist vorgesehen. Durch den höheren Komfort wird die Gästekapazität allerdings leicht sinken: Ende November soll der Umbau beendet sein, dann stehen „nur noch“ etwa 140 Gästebetten statt wie bisher 169 zur Verfügung.

Offen stehen soll das Haus wie bisher aber auch kirchlichen Gruppen. „Der Grat zwischen Gästen aus der Wirtschaft und kirchlichen Besuchern ist dabei nicht groß. Viele Geschäftskunden sind doch auch Mitglied in der Kirche. Wir stehen mit Haus Nordhelle eben im gesellschaftlich-öffentlichen Raum und sind offen für alle“, erläuterte die Iserlohner Superintendentin Martina Espelöer bei einem Pressegespräch in Haus Nordhelle.

Zwölf Tagungsräume, die mit neuester Technik ausgerüstet werden, sind Ende des Jahres verfügbar. Das soll die Einrichtung verstärkt für Firmenkunden interessant machen. „Wir wollen in diesem Bereich aktiv werben und dabei haben wir viele Alleinstellungsmerkmale. Haus Nordhelle liegt schließlich im Zentrum Deutschlands, weshalb wir bundesweit auf uns aufmerksam machen können“, erläutert der kaufmännische Leiter Kai-Uwe Kersten. Eingeschlossen werden dabei natürlich auch kirchliche Gruppen, was Rolf Puschkarsky, Öffentlichkeitsreferent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, ausdrücklich betont. Er beschreibt den künftigen Charakter des Hauses so: „Ein Evangelisches Tagungszentrum mit Hotelcharakter, hohem Freizeitwert und einem gediegenen Angebot.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare