Feuerwehr „rettet“ 40 Bewohner und Betreuer aus Wohnheim

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Die Menschenrettung stand während der großen Übung am Samstag natürlich an erster Stelle. Gleichzeitig wurde die Mannschaft aber auch durch die Löscharbeiten gefordert.

Valbert - Rund 90 Feuerwehrfrauen und -männer kamen bei einer groß angelegten Gemeinschaftsübung der Meinerzhagener Stadtwehr mächtig ins Schwitzen. 40 Bewohner und Betreuer des Blindenwohnheims wurden dabei erfolgreich „gerettet“.

Sie üben die verschiedensten Einsatzarten regelmäßig. Und sie verfügen dabei, selbstverständlich ebenfalls im Ernstfall, über eine hohe Professionalität bei ihrer ehrenamtlichen Aufgabe. Das konnten die Feuerwehrfrauen und -männer am Samstagnachmittag wieder unter Beweis stellen.

Das Einsatzszenario: Im Heizungskeller des Blindenwohnheims Auf der Hardt war bei Wartungsarbeiten Feuer ausgebrochen. Dieses sorgte für eine starke Verqualmung des Gebäudes. Die Brandmeldeanlage hatte eine Alarmierung der Feuerwehr ausgelöst. Im Gebäude befanden sich 40 Personen, die sich zum Teil nicht aus eigener Kraft daraus entfernen konnten.

Schnell hatten die Einsatzkräfte des Löschzuges Valbert, in dessen Einsatzgebiet die Einrichtung liegt, nach dem Eintreffen gegen 13 Uhr die Lage erkannt und weitere Kräfte mit dem sogenannten „Stadtalarm“ nachgefordert. Dort zeichnete sich schon bei der Anfahrt eine Schwierigkeit ab: Es gibt nur eine und zugleich sehr schmale Zufahrt. Bei der Positionierung der Fahrzeuge hatte die Aufrechterhaltung einer Fahrgasse daher hohe Priorität. Vor und hinter dem Blindenwohnheim standen die Feuerwehrautos. Deren Besatzungen – insgesamt rund 90 Feuerwehrmitglieder – kümmerten sich um die notwendigen Löscharbeiten, waren aber in erster Linie mit der Rettung der Menschen beschäftigt.

Feuerwehrübung im Blindenwohnheim

Ein nicht leichtes Unterfangen, da die persönlichen Lebensumstände der Bewohner den Rettern eine hohe Flexibilität abverlangte. Zwar erhielten sie im Einzelfall von Bereichsleiterin Diana Müller und ihren Kolleginnen und Kollegen Hinweise und hilfreiche Unterstützung, schwieriger als schon im „normalen“ Einsatzalltag, blieb die Aufgabe aber dennoch. So brachte man dann gestützt und zu Fuß, getragen oder mit Rollstühlen gefahren, die „Verletzten“ und Evakuierten zu den eigens eingerichteten Sammelplätzen. Hierzu zählte auch – allerdings nur fiktiv – die Ebbehalle.

Nach einem rund vierstündigen Einsatzgeschehen lautete das letzte Kommando der Einsatzleitung: „Abrücken in die Gerätehäuser“.

Thomas Decker zog zuvor noch im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung eine kurze, vorläufige Bilanz der Übung: „Die Bereitschaft der Mannschaft und ihre theoretischen und praktischen Fähigkeiten haben sich bewährt. Wir hatten eine sehr schwierige Aufgabenstellung“. Dabei verhehlte Thomas Decker jedoch nicht, dass die Übungserkenntnisse konsequent in die kontinuierliche Ausbildung mit einbezogen werden müssen. Mit der Äußerung „auch das Schwierige muss immer wieder geübt werden“, untermauerte er seine Aussage. Er machte dabei aber ebenso deutlich, dass nach seiner langjährigen Erfahrung als Feuerwehrmann nur so eine noch höhere Effektivität bei den Einsätzen erreicht werden könne.

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