Mehr als eine Million Unterschriften für das G9-Volksbegehren nötig

+
Regionale Koordinatoren aus sieben Städten beratschlagten sich am Samstag in Meinerzhagen – Treffpunkt war unter anderem auch die Werbeagentur P.AD.

Meinerzhagen - Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren statt nach zwölf – das ist, auf den Punkt gebracht, das Ziel des Volksbegehrens „G9-Jetzt-NRW“. G9 steht für neun Jahre Gymnasium, im Gegensatz zu G8, das gleichbedeutend ist dem Abitur nach zwölf Schuljahren, das in den 2000er-Jahren im Großteil der Bundesländer eingeführt wurde, so auch in Nordrhein-Westfalen.

Am Samstag nun trafen sich acht regionale Koordinatoren und Pressesprecher aus sieben Städten – Meinerzhagen, Kierspe, Gummersbach, Siegen, Hemer, Königswinter und Herford – in Meinerzhagen, um weitere Strategien zu erörtern. Leiterin und Organisatorin des Treffens war Christina Först, in Meinerzhagen Ansprechpartnerin in Sachen . Ihr Sprachenstudio war am Samstag zunächst Treffpunkt, später auch die Werbeagentur P. AD. und das China-Restaurant Ni Hao.

Marcus Hohenstein aus Siegen, Initiator von „G9-Jetzt-NRW“ und Vorstand des Vereins „Mehr Zeit für Kindheit und Jugend“, der das Volksbegehren organisiert, fasst zusammen: „Wir haben besprochen, wie wir mit unseren Ehrenamtlichen eine landesweite Abdeckung erreichen und Aktionen durchführen können. So soll erreicht werden, dass flächendeckend freie Unterschriften-Sammlungen möglich sind.“ Diese könnten vielerorts stattfinden – im Gegensatz zur Amtseintragung, die nur in Rathäsern möglich ist. Auf diese Weise erhofft man sich, größeres Interesse in der Bevölkerung zu wecken.

2014/15 hatte Marcus Hohenstein bereits eine sogenannte Volksinitiative durchgeführt. Bei dieser kamen rund 100 000 Unterschriften zusammen. Daraufhin wurde das entsprechende Gesetz im Landtag eingebracht, der lehte es allerdings ab.

Hohenstein erklärt den Unterschied des Volksbegehrens zur Volksinitiative: „Das Volksbegehren kann vom Landtag nicht abgelehnt werden. Entweder es führt dazu, dass der Landtag es annimmt, oder es kommt zu einer Volksabstimmung.“

Bis das Volksbegehren im Landtag eingebracht werden kann, sind allerdings noch höhe Hürden zu überwinden. Am 5. Januar 2017 war der Startschuss für die Unterschriften-Sammlungen gefallen. Insgesamt haben Hohenstein, Först und ihre Mitstreiter ein Jahr Zeit – also noch bis zum 4. Januar 2018 –, um die erforderliche Zahl von 1,061 Millionen Unterschriften zu erreichen.

Entsprechend will man nun auch die Schlagzahl erhöhen. So werden an den kommenden drei letzten Samstagen eines Monats, also am 25. März, 29. April und 27. Mai, voraussichtlich jeweils von 11.30 bis 14 Uhr, landesweite Aktionstage mit Unterschriften-Sammlungen stattfinden.

Datum und Uhrzeit können allerdings in einzelnen Fällen von Ort zu Ort variieren. So findet zum Beispiel der nächste Aktionstag für die Städte Meinerzhagen und Kierspe bereits am Freitag, 24. März, voraussichtlich ab 12.30 Uhr, an Pollmanns Eck in Meinerzhagen statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare