Stadt Meinerzhagen untersucht Turnhallen stichprobenartig

Auch in der Halle am Rothenstein wird die Sicherheit der Decke vorsorglich geprüft. - Archivfoto

Meinerzhagen - Nachdem vor wenigen Tagen eine schwere Deckenplatte in einer Bochumer Turnhalle heruntergefallen war, gab es im Land reichlich Aufregung. Die Stadt Bochum hatte zahlreiche Hallen mit ähnlichen Konstruktionen ermittelt und daraufhin vorsorglich gesperrt.

Noch bis Dienstag waren 30 Hallen gesperrt. Ebenfalls bis Dienstag waren 24 der insgesamt 70 untersuchten Hallen in Gelsenkirchen gesperrt. Offenbar hatten die Firmen, die seinerzeit mit dem Bau der Deckenkonstruktionen beauftragt waren, Fehler verursacht. Fachleute gehen inzwischen davon aus, dass die Unterkonstruktion mit glatten Nägeln befestigt wurde, die zudem auch noch senkrecht eingeschlagen wurden. Derlei Konstruktionen würden aber besser mit geriffelten Nägeln erstellt, die schräg eingeschlagen werden müssten.

Am Dienstag bestätigte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Bauministeriums, dass es eine Anordnung gebe, alle Hallen in den NRW-Kommunen auf mögliche Baumängel hin zu untersuchen.

„Wir haben uns am Dienstag über das Thema verständigt und wollen in Meinerzhagen stichprobenartig untersuchen, ob in den heimischen Turnhallen alles in Ordnung ist“, erläuterte der Fachbereichsleiter Technischer Service Friedrich Rothaar. „Momentan gehen wir davon aus, dass die Hallen in Meinerzhagen nicht betroffen sind und es sich bei dem herabstürzenden Teil in der Bochumer Halle eher um einen Einzelfall handelt“, so Rothaar.

In den kommenden Wochen werden in den Hallen an der Genkeler Straße, Auf der Wahr, am Rothenstein und in Valbert Rollgerüste aufgestellt, damit von Statikern untersucht werden kann, ob es auch in Meinerzhagen beziehungsweise Valbert ähnliche Konstruktionen wie in Bochum beziehungsweise Gelsenkirchen gibt. Zunächst bleibt die Stadtverwaltung allerdings ganz gelassen und sieht keine akute Gefährdung.

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