Trübe Volme

Dieses Foto machte der Anwohner Ingomar Krummholz am Donnerstag Nachmittag von der Volme-Verunreinigung.

MEINERZHAGEN ▪ Der Anwohner hielt den Zustand mit einigen Fotos fest, entnahm auch eine Wasserprobe und informierte am Nachmittag die MZ-Redaktion. Wir wiederum verständigten Thomas Decker, der vom Sachgebiet Öffentliche Ordnung bei der Stadt Meinerzhagen, der zugleich auch als Stadtbrandinspektor Leiter der Meinerzhagener Feuerwehr ist.

Wie Decker gestern auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung informierte, wurden kurz darauf am Donnerstag Messungen vorgenommen. „Sie haben einen unauffälligen Ph-Wert ergeben. Außerdem haben wir die Volme auf einer weiteren Strecke abgegangen, um möglicherweise die Stelle orten zu können, wo die auffällige Trübung möglicherweise ihren Ursprung hatte. Leider haben wir aber nichts Verwertbares feststellen können“, so Decker.

Die Verunreinigung war bereits gestoppt. Lediglich im Bereich des Einlaufs der Volme im Bereich Stadthalle war noch eine Trübung zu erkennen. Auch bei den beiden Vorfällen im vergangenen Jahr hatten die Behörden keine Ursache oder auslösende Stoffe feststellen können.

Auch Decker war nach Durchsicht der alten Unterlagen allerdings aufgefallen, dass es eine zeitliche Parallele zum Vorfall vom vergangenen Jahr gibt. Auch damals trat das Problem im Oktober auf. „Das kann Zufall sein oder nicht. Wir werden auf jeden Fall weiter ermitteln und sind natürlich auch dankbar für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.“ Diese können übrigens jederzeit auch über eine vom Märkischen Kreis für Umweltalarme eingerichtete Hotline-Rufnummer abgegeben werden. Die Nummer lautet (0 23 51) 10 650.

Anders als vor einem Jahr gab es diesmal offenbar kein Fischsterben. Seinerzeit schwammen in der Volme zahlreiche tote, zum Teil recht kapitale Forellen. Anwohner Ingomar Krummholz hat beobachtet, „dass es nach den zwei aufeinanderfolgenden Vorfällen aus dem vergangenen Jahr offenbar kaum noch oder gar keine Fische in diesem Bereich mehr gibt.“

Fast genau ein Jahr nach der letzten größeren Gewässerverunreinigung in der Volme im Bereich der Lindenstraße war am Donnerstag nahezu das gleiche Phänomen erneut zu beobachten. Wieder war es mit Ingomar Krummholz ein unmittelbarer Anwohner, der in Höhe der Brücke über die Volme hinter der Aldi-Filiale eine starke milchige Verfärbung des Gewässers entdeckte.

Von Horst vom Hofe

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