Transporter geklaut, Schilder umgenietet, Rettungshelfer bedroht

Betrunkener Dortmunder außer Rand und Band

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[Update, 8.25 Uhr] Meinerzhagen - Bei Verkehrsunfällen werden gelegentlich mal Schilder beschädigt. Das passiert, und erfordert normalerweise keinen großen Polizeieinsatz - es sein denn, man macht es wie ein 40-jähriger Dortmunder in Meinerzhagen.

Der hatte beim Versuch, von der Volmestraße nach links in den Kapellenweg abzubiegen, im wahrsten Sinne des Wortes die Kurve nicht gekriegt und war mit dem Fahrzeug der Sprinter-Klasse über die Verkehrsinsel gebrettert. Dabei wurden beide Schilder abgeholzt. Der eine Mast wurde komplett abgerissen, der andere bis auf den Asphalt heruntergeknickt. 

Zeugen berichteten von umherfliegenden Teilen. Wie erheblich der Transporter selbst davon beschädigt wurde, konnte die Polizei erst einige Kilometer weiter inspizieren: Der Fahrer hatte nach dem Malheur die Fahrt fortgesetzt, was gemäß der Zeugenaussagen nicht ganz einfach war.

Auf der B54, in der Ortslage Kierspe-Neuebrücke, hielt der Fahrer entgültig an. Der Grund dafür lag wohl weniger im Zustand seines Wagens, sondern in seinem eigenen: Ein Zeuge meldete laut Polizeimitteilung eine Person mit gesundheitlichen Problemen. Die Besatzung eines hinzugerufenen Rettungswagens bedrohte der stark alkoholisierte Mann mit einem Teppichmesser.

Die Polizei rückte gleich mit zwei Streifenwagenbesatzungen an, weil man auf alle Eventualitäten eingestellt sein wollte. In einem Streifenwagen trat der Unfallflüchtige gleich die Fahrt zur Wache an, direkt zum Alkoholtest. Den genauen Pegel wollte die Polizei nicht preisgeben, beschrieb ihn aber als "deutlich" und sah darin auch eine Erklärung für das gesamte Verhalten des Dortmunders. 

Der übrigens nicht der Besitzer des Transporters ist - das Fahrzeug hatte der Dortmunder, der mithin nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, zuvor von einer Baustelle in Meinerzhagen widerrechtlich mitgenommen.

Nun muss sich der 39-Jährige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle und Bedrohung von Rettungskräften verantworten.

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