Außergewöhnliche Immobilie im Stadtzentrum 

Altes Kino zu haben: Immobilie mit Historie sucht Käufer

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Im Gildenhaus war bis Juni eine Pizzeria ansässig. Jetzt steht die historische Immobilie an der Kirchstraße zum Verkauf.

Meinerzhagen – Ältere Meinerzhagener nennen es gerne auch „das frühere Kino“, die jüngeren Generationen sprechen in alter Gewohnheit immer noch vom „La Provence“. Gemeint ist das traditionsreiche Gildenhaus an der Kirchstraße, das jetzt zum Verkauf steht.

Die Immobilie blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist in Teilen wohl schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut worden. Seit dem 19. Jahrhundert diente das Gildenhaus als Gaststätte und nahm seitdem eine wichtige Rolle im Kleinstadtleben ein. Der 1888 angebaute große Saal fungierte in späteren Jahren als erstes Kino der Volmestadt, bevor 1978 die City-Lichtspiele eröffnet wurden. Ein rundes Vierteljahrhundert war bis Februar 2016 im Gildenhaus dann das Restaurant „La Provence“ ansässig, ehe die Betreiber Dagmar und Michael Wette in den Ruhestand eintraten. 

Kaufpreis: 345 000 Euro

Diese Ära war bislang die letzte gastronomische Erfolgsgeschichte in den Räumlichkeiten des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Nur ein paar Monate währte die Ära des nachfolgenden Steak- und Fischhauses. Die 2018 eröffnete Pizzeria „Da Francesco“ überstand letztlich dann den Corona-Lockdown nicht und ist seit Kurzem ebenfalls Geschichte. Nun steht das Gildenhaus zum Verkauf, ist für 345 000 Euro zu haben. 

Klar ist dabei: Die unteren Räumlichkeiten des Hauses dürfen nicht als Wohnraum, sondern müssen auch weiterhin als Geschäftsräume genutzt werden – sei es erneut zu Zwecken der Gastronomie oder auch für Einzelhändler oder Dienstleister. Sollte ins Gildenhaus in Zukunft wieder ein Restaurant einziehen, gäbe es für dessen Betreiber auch die Möglichkeit, die als „gastronomische Nebenfläche“ ausgewiesenen Räume im Obergeschoss zusätzlich als Wohnung zu nutzen. 

"Das Potenzial ist groß"

Makler Frank Buschjost vom oberbergischen Anbieter Falc Immobilien soll das historische Gebäude an den Mann oder die Frau bringen. Dass das gelingen wird, dessen ist sich Buschjost absolut sicher: „Das Potenzial ist groß“, sagt er über Meinerzhagens einstmaliges Lichtspielhaus.

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