Traditionskaufhaus

Gassmann gibt Untergeschoss auf

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Meinerzhagen - Gassmann: Das ist für viele Meinerzhagener ein Ort der Tradition, ein Kaufhaus mit dem Charme vergangener Tage – und zugleich eine wahre Fundgrube. Dort, an der Hauptstraße 17, gibt es außer Lebensmitteln nahezu alles für den täglichen Bedarf. Jetzt, fast 50 Jahre nach der Eröffnung, erfindet sich Gassmann neu – unter anderem mit einer deutlichen Reduzierung der Verkaufsfläche.

„Das Untergeschoss war vor allem von den älteren Kunden durch die Treppe nur schwer zu erreichen“, sagt Geschäftsführerin Christine Gassmann-Berger. Während das Obergeschoss per Rolltreppe bequem zugänglich ist, müssen zum Untergeschoss (und von dort wieder hinauf) jeweils 20 Treppenstufen bewältigt werden. Die Konsequenz: Von einer Verkaufsfläche von bislang 800 Quadratmetern werden ab Oktober nur noch zwei Drittel zur Verfügung stehen. 

Doch nicht nur auf den demografischen Faktor reagiert Gassmann-Berger. Längst nicht jede Warengruppe wird in der Weise nachgefragt, dass ein Angebot betriebswirtschaftlich Sinn macht. Also wird ausgedünnt. „Die Artikel aus der Sparte Werkzeug verkaufen wir komplett ab“, kündigt die Geschäftsführerin an. 

Der Zugang zum Untergeschoss ist offenbar für viele ältere Kunden ein Hindernis. Künftig wird dort keine Ware mehr verkauft.

Außerdem trenne man sich von der (bislang ohnehin recht kleinen) Kosmetik-Abteilung. Unausgesprochen bleibt die Nähe zum Mitbewerber: Kosmetik-Artikel verkauft bekanntlich auch die Drogeriekette Rossmann in gerade einmal zehn Metern Entfernung.

Großes Umräumen hat bereits begonnen

Die Neuaufstellung nutzt das Kaufhaus entsprechend zu einer großen Umräumaktion, die von diversen „Baustellen-Angeboten“ flankiert werden soll. „Textilien werden sich komplett im Erdgeschoss befinden“, kündigt Christine Gassmann-Berger an. Im Obergeschoss sollen künftig Haushaltswaren, Porzellan, Geschenk- und Elektroartikel und Spielwaren verkauft werden. 

Gassmann-Berger: Arbeitsplätze nicht gefährdet

Was künftig aus dem Untergeschoss werden soll, steht noch nicht fest. Eine Vermietung sei aber aufgrund der Raumaufteilung und des fehlenden separaten Zugangs ausgeschlossen, sagt Gassmann-Berger, die die Neugestaltung zugleich als Standort-Bekenntnis verstanden wissen will. „Natürlich sparen wir an Fläche, wir wollen uns aber für die Zukunft in Meinerzhagen neu aufstellen und haben dafür auch externe Ratgeber unseres Verbandes mit in die Planung einbezogen“, sagt die Geschäftsführerin, die zugleich betont, dass infolge der Neustrukturierung keine Arbeitsplätze abgebaut würden. Ende September soll der Umbau im Traditionskaufhaus bereits abgeschlossen sein.

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