Regionale 2025: Aufzug zur Schanze mit Aussichtsplattform erneut thematisiert

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Michael Krause bringt eine „alte“ Idee wieder ins Spiel: den Aufzug mit „Balkon zum Sauerland“. Im Zuge der Regionale 2025 will er das Projekt erneut zur Sprache bringen. 

Meinerzhagen - Was Altena mit dem Burgaufzug hat, soll Meinerzhagen noch bekommen: ein „Leuchtturm-Projekt“. Das jedenfalls wünscht sich Michael Krause. „Wir brauchen so etwas auch hier“, fordert der heimische Diplom-Kommunikationswirt. Und ein Aufzug spielt für ihn dabei ebenfalls eine wichtige Rolle: Der könnte auf die Schanze führen und den Weg frei machen auf den „Balkon zum Sauerland“. 

Krause ist in Sachen „Tourismus“ kein unbeschriebenes Blatt. Er war maßgeblich an der Ausarbeitung eines entsprechenden Konzeptes für die Volmestadt beteiligt – und mit dem Zuschlag für das Förderprogramm Regionale 2025, über den sich die Region Südwestfalen bekanntlich freuen kann, sieht er große Chancen, auch Meinerzhagen voranzubringen. Dabei spielen für Krause vier Ideen eine wichtige Rolle: „Neben dem Aufzug auf die Schanze sind das ein Kletterpark an der Schanze, der Ausbau des Bunkers im ehemaligen Warnamt zum Naturkunde-Erlebnismuseum am Tor zum Naturpark Sauerland-Rothaargebirge und die Ausgestaltung des Bahnhofes zum Wanderbahnhof.“ 

Michael Krause verfolgt mit dem Schanzen-Aufzug eine Idee, die bereits Bestandteil des Konzeptes für die Regionale 2013 war, von der bekanntlich ebenfalls Südwestfalen und auch Meinerzhagen profitierten. Und deshalb ist es für Krause auch eine Verpflichtung, diese Idee erneut in den Vordergrund zu rücken: „Was 2013 als ein Programmpunkt überzeugte und zum Zuschlag für die Regionale führte, kann ja nicht so schlecht gewesen sein. Um das Projekt zu realisieren, müsste es von Politik und Verwaltung allerdings vorangebracht werden. Wenn dieser Wille da wäre, würde mich das sehr freuen“, hofft Krause auf Unterstützung. Für ihn ist es keine Frage, dass der Aufzug auch für die Schanze selbst „überlebenswichtig“ ist: „Wenn dort nichts passiert, werden wir die Anlage irgendwann abreißen können.“

Zweiter Brennpunkt für die Verwendung von Regionale-Fördermitteln ist nach Krauses Meinung der Komplex des ehemaligen Warnamtes mit dem unterirdischen Bunker: „Als Tor zum Naturpark müssen wir hier etwas haben, was auch darauf hinweist.“ Das könnte für Krause ein Naturkundemuseum sein. Was ihm vorschwebt, ist eine Kombination aus Museum, Info-Zentrum und Ort für Ausstellungen – „Stichwort ,Kunst am Bau’.“ Auch dieser Plan sei schon konkret durchdacht worden. Krause: „Verwaltung und Bürgermeister lag das alles vor.“ 

Zurück zur Meinhardus-Schanze: Neben dem Aufzug gibt es hier laut Krause einen zweiten Ansatzpunkt zur Attraktivitätssteigerung: „Im Gerüst des Schanzen-Turmes könnte ein Kletterpark entstehen. So etwas wäre einmalig in ganz Deutschland.“ Auch dieses Leuchtturm-Projekt wäre laut Krause dazu geeignet, Meinerzhagen in den umliegenden Ballungszentren bekannt zu machen: „Doch natürlich verfolgen wir dabei nicht nur die Idee, Auswärtige hierher zu holen. Wenn sich die Infrastruktur verbessert, kommt das natürlich auch der heimischen Bevölkerung zugute“, ist Krause überzeugt. 

„Man stelle sich vor: In Düsseldorf überlegt eine Familie mit Kindern, was man am Wochenende unternehmen könnte. Sie entscheidet sich für einen Ausflug nach Meinerzhagen und reist mit dem Zug an. Die Familie steigt aus – und es gibt vor Ort keine Informationen, beispielsweise zum Naturpark.“ Michael Krause hält das Projekt „Wanderbahnhof“ deshalb für alternativlos. „Wenn wir mit Leuchttürmen auch überregional bekannter werden, muss ich die Infos zu den Angeboten am Bahnhof bündeln“, fordert er. Das, so der Tourismus-Experte, sei auch mit überschaubaren finanziellen Mitteln machbar.

Er selbst will sich in Zukunft weiter in diesem Bereich einsetzen: „Politisch bin ich vollkommen unabhängig und nicht an Vorgaben gebunden.“ Dabei setzt Krause auch auf das Stadtmarketing: „Es gab Diskussionen, ob sich das Marketing überhaupt mit dem Thema Tourismus beschäftigen soll. Ich bin der Ansicht, dass das unbedingt so sein sollte. Wenn dort nicht darüber gesprochen wird, wo denn dann?“

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