Tourismusverband tagt in Meinerzhagen

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Der neue Parkplatz unterhalb des Schnütgenhofes soll einmal insgesamt 236 Stellplätze bieten. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Im August des letzten Jahres gründeten die Städte Attendorn, Drolshagen, Meinerzhagen und Olpe den Zweckverband „Tourismusverband Biggesee-Listersee“. Jetzt tagte er in Meinerzhagen.

Zu seinen Hauptaufgaben gehören unter anderem die Maßnahmenumsetzung des Regionale-Projektes „Naturerlebnisgebiet Biggesee-Listersee“. Im März 2012 erhielt dieses Projekt den dritten Regionale-Stern und somit grünes Licht für die Realisierung. 10,4 Millionen Euro sollen demnach für die „Frischzellenkur“ der beiden Seen investiert werden.

Zum Verbandsvorsteher wurde Attendorns Bürgermeister Wolfgang Hilleke und zum Vorsitzenden der Verbandsversammlung der Meinerzhagener Rechtsanwalt und Kommunalpolitiker Mathias Scholand gewählt.

Beide konnten zur mittlerweile fünften Sitzung der Zweckverbandsversammlung die Vertreter der beteiligten Städte und des Kreises Olpe im Meinerzhagener Rathaus begrüßen.

Nachdem der Niederschrift der letzten Sitzung, dem Entwurf der Eröffnungsbilanz und dem Jahresabschluss 2012 von den Sitzungsteilnehmern die Zustimmung erteilt wurde, ging es weiter in der Tagesordnung.

Unter dem Punkt „Sachstandsberichte zu den Regionale-Projekten in den einzelnen Kommunen“ gab es eine Zusammenfassung über das, was bisher geschah.

So konnte Attendorns Tiefbauamtsleiter Andreas Dicke darüber berichten, dass die Arbeiten an der Aussichtsplattform der SGV-Hütte im vollen Gange sind. Allerdings sind bei diesem Projekt durch eine nachträglich notwendig gewordene „Standortverschiebung“ die Baukosten um 145 000 Euro gestiegen. Diese liegen nunmehr insgesamt bei 380 000 Euro.

So gut wie fertig sind die von der Stadt Attendorn begleiteten Projekte zur Anlegung von Rad- und Wanderwegen. Hierbei entstand rund um den Bigge- und Listersee ein Weg, der bestehende Strecken nutzt und durch neue Trassen ergänzt wurde. Ebenso soll der Bigge-Lister-Radring entstehen. Dazu gehören zwei neue Radrouten: Die erste verbindet die vier Städte und die Seen miteinander und ist als anspruchsvoller Höhenradweg gedacht. Die zweite Strecke führt am gesamten Uferverlauf entlang und ist besonders für Familien reizvoll. Neben der qualitativen Verbesserung der bestehenden Routen sind auch einige gänzlich neue Trassen vorgesehen. Dazu zählt auch ein Radweg zwischen Meinerzhagen und Hunswinkel, sowie zwischen Attendorn und dem Schnütgenhof.

„Der neue Parkplatz unterhalb des Schnütgenhofes mit insgesamt 236 Stellplätzen wird derzeit im Rahmen der Baumaßnahme an der L 708 vorbereitet. Die endgültige Anlegung und Gestaltung erfolgt nach der endgültigen Förderzusage“, so Andreas Dickel in der Verbandsversammlung. Geplant ist in diesem Bereich auch eine Zuwegung zur Lister und eine Fußgängerampel, die eine sichere Straßenquerung ermöglicht. Für die „Attendorner-Maßnahmen“ sollen rund 850 000 Euro ausgegeben werden. Das Land beteiligt sich mit einem 70prozentigen Zuschuss an den Maßnahmen.

Zu den gemeinsamen Projekten des Zweckverbandes gehört auch die Verbesserungen an der Badestelle Windebruch. Der Meinerzhagener Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar gab zu dieser Maßnahme den aktuellen Status bekannt. Für die notwendigen Auffüllung im Uferbereich sind vom zuständigen Ruhrverband (er ist Betreiber der Talsperre) die notwendigen Anträge bereits gestellt. Um allerdings durchstarten zu können, fehlt den Meinerzhagenern noch etwas: Die verbindliche Förderzusage für den Zuschuss des Landes in Höhe von 80 Prozent. Bei einem Kostenaufwand von rund 325 000 Euro kein Pappenstiel. Der „Schwebezustand“ bei den Bewilligungen ist im übrigen ein Umstand, der auch die anderen Beteiligten bei der Finanzierung ihrer Projekte drückt. Zwar ist noch ausreichend Zeit für die Realisierung vorhanden, aber je später die Bewilligungsbescheide bei den Maßnahmenträgern eintreffen sollten, umso enger wird die Restzeit für die Realisierungen. Für Meinerzhagen stehen hierbei auch noch die Anlegung der Radportale in Valbert und Hunswinkel auf dem Programm.

Ein „Großprojekt“ ist in Olpe-Sondern angesagt. Hier werden grundsätzliche städtebauliche Veränderungen vorgenommen. Der im letzten Jahr ausgerichtete planerische Wettbewerb erbrachte drei Gewinner. Schwerpunkt der drei in die Endausscheidung gekommenen Entwürfe ist die Umgestaltung des Uferbereiches und der Zugänge zur Bigge. Knackpunkt dabei: Die Bahnunterführung. Diese soll zwar auf Drängen der Bahn erhalten bleiben, gleichzeitig wird jedoch ein barrierefreier Zugang geschaffen.

3,2 Millionen Euro sind durch einen entsprechend Bewilligungsbescheid vom Land bereits zugesagt worden. Nach der Entscheidung der Stadt Olpe im Juli darüber, welcher der Entwürfe letztendlich umgesetzt werden soll, ist ein zügiger ▪ jjh

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