450 Tonnen Salz – der Winter kann kommen

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Bauhofmitarbeiter bei den Ausschachtungsarbeiten für das Salzsilo ▪

MEINERZHAGEN ▪ Am Donnerstag wurde die Ausschachtung für die Fundamente des neuen, zweiten Salzsilos abgeschlossen. Mitarbeiter des Baubetriebshofes hatten in Eigenleistung vier jeweils etwa zwei Meter tiefe Schächte ausgebaggert und den Untergrund darin ausgekoffert und verdichtet.

Im Anschluss wird nun das Meinerzhagener Bauunternehmen Gelhausen die schweren Betonfundamente für die vier Stützfüße des Silos herstellen. Sind diese wiederum ausgehärtet, kann mit der Montage des rund 20 Meter hohen Salzsilos direkt hinter dem schon vorhandenen begonnen werden. „Das Neue ist etwas größer als unser vorhandenes Silo aus dem Jahr 1998“, erklärt Michael Adolph. Mit 250 Tonnen liegt das Fassungsvermögen rund 50 Tonnen höher. Insgesamt können somit 450 Tonnen Salz gelagert und direkt in die Streufahrzeuge abgefüllt werden.

Die Kosten für das Silo, welches von der Firma Holten Holzbau aus dem bayrischen Brannenburg geliefert wird, betragen rund 90 000 Euro. Durch Eigenleistungen der Bauhofmitarbeiter, welche unter Anleitung eines Richtmeisters der Firma Holten ab dem 10. Oktober das Silo auf dem Bauhofgelände aufbauen, werden rund 10 000 Euro bei den Baukosten eingespart.

Durch die weiteren Optimierungsmaßnahmen beim Streumitteleinsatz, wie zum Beispiel eine kleine Lagerhalle für Streugranulat und eine „Notfallvereinbarung“ mit einem weiteren Salzlieferanten, sind Michael Adolph und seine Mitstreiter deutlich besser für die kommende Wintersaison gerüstet. Lieferengpässe durch den „Hauptlieferanten“, den Landesbetrieb Straßen NRW, hatten im letzten Winter landesweit zu erheblichen Problemen geführt. Auch in Meinerzhagen waren die Auswirkungen der Kooperation mit dem Landesbetrieb bei der Salzbeschaffung zu spüren.

Das Streugebiet der Stadt Meinerzhagen umfasst rund 150 Kilometer Gemeindestraßen. Hinzu kommen Kreis-, Land- und Bundesstraßen, die vom Kreis oder dem Landesbetrieb Straßen NRW versorgt werden. Neun städtische Fahrzeuge (fünf Groß- sowie vier Kleinfahrzeuge) und 24 Mitarbeiter sind im Winterdienst im Einsatz.

Zusätzlich führen Privatunternehmen den Winterdienst im Auftrag der Stadt auf bestimmten Strecken (zumeist im Außenbereich) durch.

Jochen Helmecke

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