Tolstoi-Erzählung „Ein großer Tag für Martin“ als Singspiel

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Wann immer es ihm möglich war, tat Martin etwas Gutes. Hier schenkt er einer armen Frau Schuhe für ihr Kind.

Valbert - Das Singspiel „Ein großer Tag für Martin“ sorgte für eine überfüllte evangelische Kirche in Valbert. Nur zusätzliche Stühle konnten die Sitzplatznot beseitigen. Mit einem Familiengottesdienst, in dem das Singspiel „ein großer Tag für Vater Martin“ – nach einer Erzählung von Leo Tolstoi – der Mittelpunkt war, wollte das Organisationsteam um Bärbel Winterhoff die Besucher auf die Weihnachtsfeiertage einstimmen.

Und das gelang ihnen an Heiligabend ab 15 Uhr grandios. Schon geraume Zeit vor dem Beginn hatte sich die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf den Bänken, den zusätzlich aufgestellten Stühlen und den Plätzen auf der Empore, saß man eng zusammen und wartete darauf, was sich auf der Bühne im Altarraum tun würde.

Dabei wurde die Geduld der Besucher nicht lange strapaziert. Denn nach einer kurzen Begrüßung durch Bärbel Winterhoff und einer musikalischen Einstimmung durch die Gemeindeband „CP one“, war es der erste Auftritt der Kinder der unterschiedlichsten Altersgruppen in ihren verschiedensten Rollen, mit dem die Geschichte von Martin, dem alten Schuster, begann.

Weihnachts-Singspiel in Valbert

Der hatte am Heiligen Abend beim Lesen der Weihnachtsgeschichte eine Stimme gehört, welche ihm den Besuch von Jesus angekündigt hatte. An dessen Stelle allerdings kamen bei dem hinter seinem Werkstattfenster wartenden alten Mann viele „normale“ Menschen vorbei. Einigen bot er seine Stube zum Aufwärmen an, andere versorgte er mit warmen Getränken und Speisen sowie kleinen Geschenken.

Zufriedenheit stellte sich bei Martin ein, bis auf den Punkt, dass er wohl vergebens auf Jesus gewartet hatte. Die Zuschauer indes warteten gespannt auf den Ausgang der Geschichte. In kleinen Szenen und immer wieder durch Gesangseinlagen gestützt, gaben die über 30 Aktiven auf und ihre Helfer neben der Bühne alles.

Dass dabei der Spaß an der Geschichte und die Freude auf die bevorstehende Weihnacht die Hauptsache blieb, konnte man von den Gesichtern ablesen. Und mit Vater Martins Erkenntnis, dass Jesus in den verschiedensten Personen bei ihm zu Gast war, kleinen Geschenken für die „Schauspieler“, den Fürbitten und dem Segen Gottes, erteilt durch Vikarin Isabelle Schmidt, endete der Familiengottesdienst mit einem großen Applaus.

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