Vögel sollten im Winter gefüttert werden

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Meisenknödel eignen sich besonders gut als Futter.

Meinerzhagen - Auch wenn die Temperaturen derzeit im Plus-Bereich liegen – der Winter ist für Meisen, Amseln und Rotkehlchen eine harte Zeit.

Tierfreunde stellen in ihren Vorgärten und auf Balkonen daher gern Vogelhäuschen auf. Das sei auch richtig, meint Pia Sperber. Vögel sollten im Winter unbedingt gefüttert werden, damit sie die kalte Jahreszeit überstehen. „Aber nicht nur dann“, sagt die Vorsitzende des heimischen Tierschutzvereins.

Bei der Vogelfütterung zu Hause im Garten hält sich Pia Sperber an die Hinweise und Tipps des Naturschutzbundes (NABU). Dieser rät ebenfalls zur Fütterung. Denn um satt zu werden, müssen die gefiederten Tiere heute viel länger nach etwas Essbarem suchen. Beeren, Obst, Kräuter und Gräser gibt es im Winter nicht mehr so häufig, ebenso wenig auch Insekten. 

„Und im Sommer ist es eigentlich ähnlich“, meint Pia Sperber. In den Gärten stünden heute meist Ziersträucher wie Koniferen und Kirschlorbeer. „Wer hat denn heute noch Haselnuss, Vogelbeeren, Schlehen oder Brombeeren?“ Vögel finden bei Pia Sperber daher das ganze Jahr über eine Futterstelle. Sie empfiehlt eine Mischung aus Sonnenblumenkernen, Nüssen und Eiweißprotein, denn: „Die Tiere müssen heizen“. 

In der kalten Jahreszeit verbrauchen sie mehr Energie. Hinzu kommt, dass die relativ hohe Körpertemperatur von 43 Grad schnell abkühlt. Deshalb sind die Tiere auf Menschen und auf bekannte Futterplätze angewiesen. Die Futterstellen sollten allerdings unbedingt vor Wind und Nässe geschützt sein, rät die Tierschützerin. Wird das Futter feucht, verdirbt es und kann für Kleiber und Co. gefährlich werden. Ratsam seien auch Fett-Körner-Mischungen in Form von Meisenknödeln oder Meisenringen. Durch das enthaltene Fett perle das Wasser ab. Aber: „Wenn die Knödel warm werden, werden sie ranzig“, warnt Pia Sperber. 

Wer übrigens glaubt, er tue Gutes, wenn er Enten und Wasservögel auf einem Teich mit Brot füttert, irrt sich. In den Mägen kann das Brot aufquellen und ist daher eher schädlich. „Die Wasserqualität leidet ebenfalls“, so Pia Sperber.

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