„Impulsberatung“ für die Einzelhändler

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Das Podium (von links): Alexander von Keyserlingk, Friedrich Rothaar, Jutta Gruß-Rink und Maria Hartmann.

Meinerzhagen - Im Oktober vergangenen Jahres fand die Auftaktveranstaltung statt. Seitdem hatte Alexander von Keyserlingk, er betreibt ein Beratungsbüro für Marketing in Gladbeck, mehrfach Gelegenheit, den Einzelhändlern aus den vier Kommunen „Oben an der Volme“ Tipps und Anregungen zu geben.

Von Jochen Helmecke

Freiwillig hatten sie das Angebot im Rahmen des Regionaleprojektes genutzt, um sich für die Zukunft „fit machen“ zu lassen. Am Donnerstagabend zog man nun gemeinsam im Ratssaal eine Bilanz und befasste sich mit einem Ausblick in die Zukunft.

Nach der kurzen Begrüßung durch Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar und der Vorstellung des Podiums, auf dem neben dem „Hauptreferenten“ auch Jutta Gruß-Rinck vom Düsseldorfer Planungsbüro ASS und ihre Kollegin Maria Hartmann saßen, stieg man direkt ins Thema ein: „Ich konnte bemerken, dass sich bei einigen schon etwas getan hat, seit unserer letzten Zusammenkunft“, so Alexander von Keyserlingk. Dabei erwähnte er vorrangig die Bemühungen der Händler, ihre „Marke“, die Läden und Sortimente besser dargestellt zu haben als zuvor.

Aber auch die sprichwörtliche „Luft nach oben“ bei den Bemühungen verschwieg der Marketingfachmann nicht. Interessiert verfolgten die 18 erschienenen Einzelhändler aus den Kommunen Halver, Schalksmühle, Kierspe und Meinerzhagen seine Ausführungen. Und bei der Bewertung der Beratung durch von Keyserlingk herrschte denn auch eine positive Grundlinie vor. „Wir haben doch einige Anregungen mitnehmen können und waren von der Art der Beratung positiv angetan“, so eine Einzelhändlerin aus Meinerzhagen.

In der anschließenden Aussprache kam dann ein Thema auf den Tisch, das schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, „aktuell“ ist: Die Ladenöffnungszeiten. Früher oder später Verkaufsbeginn?, Mittagspausen mit geschlossenen Läden ja oder nein? Und natürlich auch der Mittwochnachmittag. Für den Zuhörer der Diskussion und der dabei vorgebrachten Argumente war eines schnell klar: Eine einheitliche Regelung wird nur schwer, wenn überhaupt, zu finden sein.

Ein Ausblick in die nahe Zukunft brachte dann aber noch eine erfreuliche Nachricht für die Anwesenden mit sich: Jutta Gruß-Rink konnte berichten, dass die grundsätzlichen Fakten für das Fassadenprogramm erstellt worden sind und nunmehr von der Kommunalpolitik beraten und entschieden werden könnten. Rund 100 Gebäude kommen in der erweiterten Auswahl als mögliche Objekte in Frage. Gefördert werden sollen die Sanierung und Gestaltung von Fassenden und Dächern, aber auch von öffentlich zugänglichen Umlagen. Stimmt der Rat letztendlich zu, stehen 200 000 Euro zur Verfügung. Nach einer Festlegung der Priorität der Gebäude erhielten die Eigentümer für förderungswürdige Maßnahmen 30 Euro pro Quadratmeter Fläche. Sicherlich kein dicker Batzen, aber eventuell dennoch groß genug, eine gewisse Initialzündung zu bewirken. Denn wer durch die Fußgängerzone und die umliegenden Innenstadtstraßen schlendert, merkt es ganz schnell: Schön ist anders.

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