Listerhof: Etwas andere Liebesgeschichte

Zahlreiche Besucher verfolgten die Vorführungen der Reiter. - Foto: Salzmann

Valbert - Tag der offenen Tür einmal anders: Mit einem abwechslungsreichen und ansprechenden Abendprogramm – Ponyreiten für die Kleinen, eine aufwändige Show mit Schwarzlicht und mehr – präsentierte sich der Listerhof am Samstag der Öffentlichkeit. „Tinker unterm Sternenhimmel“ war die Veranstaltung, die trotz Regens und kühlen Temperaturen gut besucht war, überschrieben.

Von Monika Salzmann

Tinker, so Pferdewirtschaftsmeister Achim Huckel im Gespräch, „weil wir mal als Tinkerhof angefangen haben.“ Mittlerweile sind auf dem Hof, den Huckel gemeinsam mit Pferdewirtin Petra Möllenberg betreibt, auch andere Pferderassen zu Hause. Neben Tinkern sind dies Barockpintos und Friesen.

Mit dem abendlichen Showprogramm und Vorführungen verschiedenster Art wollte sich der Hof von der herkömmlichen Art, einen „Tag der offenen Tür“ zu inszenieren, abgrenzen. „Wir wollten einmal etwas anderes machen“, so Achim Huckel. Eingebettet waren die Spring- und Dressurvorführungen in eine romantische, mit passender Musik unterlegte Rahmenhandlung um zwei Liebende, die sich Sabrina Schmidt und Aniela Hünerjäger – Azubis auf dem Hof – ausgedacht hatten. Als Akteure ließen rund 20 Schulreiter aus der Reitschule die an Romeo und Julia erinnernde Love Story über Jonathan und Marie aus verfeindeten Familien hoch zu Ross lebendig werden.

Von Kindheit an ineinander verliebt, nutzten die beiden Liebenden bei einem zufälligen Treffen während eines Ausritts die Gunst der Stunde und brannten durch. Am inszenierten „Aufruhr“, der nun entbrannte, durften auch die Zuschauer mitwirken. Anders als bei Romeo und Julia gab’s für Jonathan und Marie ein Happy End. Die Familien rauften sich zusammen und befreiten das Pärchen gemeinsam aus dem Wald, in dem es nach einem Sturm gefangen saß.

15 Schulpferde und zwei Shetlandponys waren in die Darbietungen der Reiterinnen und Reiter eingebunden. Kinder wie Erwachsene führten bei Kunstlicht und Schwarzlicht eine Mischung aus Dressur- und Springreiterei vor. Besonders stimmungsvoll waren die Darbietungen bei Schwarzlicht, bei denen von Pferd und Reiter kaum mehr als die weißen Bandagen der Pferde und Knicklichter zu sehen waren. Bis tief in die Nacht währte das mehrstündige Programm. Salate, Pommes, Würstchen, Frikadellen und Zwiebelkuchen und Getränke sorgten dafür, dass keiner hungrig und durstig nach Hause gehen musste.

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