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Aus diesem Grund gibt Tierschutzverein zehn Welpen eine neue Heimat

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Von: Jürgen Beil

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Pia Sperber und ihr eigener Hund Benni (rechts) inmitten der rumänischen „Rasselbande“. © Jürgen Beil

Meinerzhagen - Smeura in Rumänien ist ein Tierheim der Superlative: „Vor sechs Wochen waren dort 7500 Hunde untergebracht, darunter waren 750 Welpen“, erläutert Pia Sperber, Vorsitzende des Tierschutzvereins Meinerzhagen/Kierspe. Zehn junge Hunde aus Smeura fanden jetzt in Meinerzhagen eine neue Heimat.

Aufmerksam auf das Mega-Tierheim nordwestlich von Bukarest wurde Pia Sperber durch einen Fernsehbericht. Sie nahm Kontakt auf, um sich über die Arbeit der Einrichtung zu informieren. 

Hin und wieder findet seitdem ein Austausch statt, meistens per E-Mail. Konkrete Hilfe aus dem fernen Meinerzhagen zu leisten, das war bisher allerdings schwierig. Bis im Dezember ein Hilferuf aus Smeura in der Volmestadt eintraf. 

„Eigentlich holen wir nie Hunde aus dem Ausland nach Meinerzhagen“, erläutert Sperber. Doch das änderte sich, als sie und die Mitarbeiterinnen des Tierschutzvereines erfuhren, dass Smeura so „voll“ war, dass 250 Hunde bei Temperaturen von bis zu minus 18 Grad Celsius draußen untergebracht werden mussten. 

Zwei von vier Zwingern waren gerade frei

Sperber und ihr Team erklärten sich also bereit, zehn Welpen aufzunehmen: „Wir hatten gerade zwei unserer vier Zwinger frei, konnten also handeln. Das haben wir den Smeura-Verantwortlichen mitgeteilt“, erinnert sich Sperber.

Hier geht es zur Homepage des Tierschutzvereins

Die Rumänen ergriffen die Chance – und Wochen später hielt ein Kleintransporter vor der Auffangstation des TSV in Listerhammer. „Diese Hunde-Transporte nach Deutschland führt Smeura wöchentlich durch. Und an diesem Tag brachten sie die für uns bestimmten Tiere“, erzählt Sperber.

Spürbare Freude über das neues Zuhause

Sie ist noch immer ganz begeistert vom ersten Kontakt mit den Vierbeinern: „Es waren Mischlinge. Rassehunde gibt es in Rumänien kaum. Die Welpen wuselten sofort um uns herum, mit erhobenen Schwänzen. Sie sprangen uns an und freuten sich sichtlich über ihr neues Zuhause.“

Der Zustand der Vierbeiner sei sehr gut gewesen, die Papiere alle in Ordnung, berichtet Sperber. Zunächst verzichtete der Tierschutzverein allerdings darauf, die Hunde zu vermitteln. 

So viele Welpe sind bereits vermittelt

„Sie sollten erst einmal ankommen, mussten außerdem durchgecheckt werden. Der Tierarzt hatte überhaupt nichts an ihnen auszusetzen, alles war in bester Ordnung“, freut sich Pia Sperber, der es inzwischen gelungen ist, fünf Tiere zu vermitteln. 

Ein weiterer Hund ist bereits versprochen, vier warten noch auf neue Besitzer. „Einige sind noch sehr scheu, lassen sich kaum anfassen. Aber das wird sich noch ändern“, ist Pia Sperber überzeugt.

Sie ist aufgrund der allgemeinen Bedingungen für Straßenhunde in Rumänien sogar bereit, noch einmal Tiere von dort aufzunehmen. In dem Land würden frei laufende Hunde schließlich getötet. Und eine Kastration sei in Rumänien auch eher unüblich.

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