Tierische Rettungsaktion auf der Listertalsperre

LISTERTAL - Einen tierischen Einsatz hatte das „Wasserrettungs-Team“ des Löschzuges 4 am späten Freitag Nachmittag. Über die Leitstelle wurde die Feuerwehr Haustadt informiert, dass ein Passant auf dem Listersee einen Schwan entdeckt hatte, aus dessen Schnabel ein Angelhaken hing.

Sofort rückte die Feuerwehr aus und machte das Boot klar für den Rettungseinsatz. Der erwies sich allerdings alles andere als leicht und sollte am Ende auch nicht mit Erfolg gekrönt werden.

 Normalerweise ist die Feuerwehr dafür bekannt mit den neuesten Rettungsmitteln ausgerüstet zu sein. Doch bei dem Einsatz am Freitag Nachmittag mussten die Blauröcke erfahren, dass ihre Technik einem Jungschwan nicht gewachsen ist. Beim Versuch, das Tier zunächst von der Schwanenfamilie zu trennen um es dann mit einem Kescher einzufangen hatten sie die Rechnung nicht mit der Geschwindigkeit und Wendigkeit des Tieres gerechnet. Zickzack schwimmend und an der Wasseroberfläche fliegend hatten die Wehrmänner auf dem Boot mit Außenbord-Motor keine Chance den flinken Jungschwan einzufangen. Der hatte zwar deutlich sichtbar einen Angelhaken mit Schnur am Schnabel hängen, machte aber nicht den Eindruck, als würde er extrem leiden.

So sah man das Federtier immer wieder zu seiner Familie zurückschwimmen um dann kollektiv „Köpfchen in das Wasser – Schwänzchen in die Höh“, nach Fischen zu tauchen. Das machte der Feuerwehr Mut –nicht dass sie sie hofften, das Tier doch noch zu fangen, sondern dass der Schwan stark genug ist, um zumindest die nächste Zeit zu überleben. Mangels schnellem Boot und Wurfnetz und der Erkenntnis, dass kein dringender Handlungsbedarf besteht wurde der Einsatz dann am Freitag kurz vor Beginn der Dunkelheit erfolglos abgebrochen. „DerSchwan konnte nicht gefangen werden“. So lautete die Rückmeldung an die Kreisleitstelle. Allerdings soll der Schwan weiter beobachtet werden. - vdw

Rubriklistenbild: © Foto: van den Wall

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