„Katzen-Notstand“ im Tierheim

Katze Frieda ist zwölf Jahre alt. Sie soll möglichst rasch ein neues Zuhause finden.

MEINERZHAGEN - Die Auffangstation des Tierschutzvereines in Listerhammer platzt aus allen Nähten. 37 Katzen wurden hier abgegeben – sie alle müssen nun vermittelt werden.

Von Jürgen Beil

Die Kapazitäten des Hauses sind erschöpft, deshalb entschloss sich der Vorstand zu einem drastischen Schritt: „Da in den letzten Tagen so viele Katzen im Tierheim abgegeben wurden, ist zurzeit eine weitere Aufnahme von Abgabekatzen und erwachsenen, gesunden Fundkatzen nicht möglich. Wir möchten alle Tierfreunde bitten, bevor sie eine Katze zum Tierheim bringen, zunächst telefonisch Kontakt aufzunehmen, damit geklärt wird, ob eine Aufnahme überhaupt erfolgen kann. Diese Maßnahme wurde ausschließlich zum Schutz der Tiere ergriffen, da bei Überfüllung der Katzenabteilung der Infektionsdruck so groß ist, dass zunächst gesund ankommende Katzen erkranken und bei schwerwiegenden Krankheiten auch versterben können. Darüber hinaus ist eine artgerechte Unterbringung nicht möglich. Wir bitten dringend um Verständnis“, erläutert die Vorsitzendes des heimischen Tierschutzvereines, Pia Sperber.

Der aus der Not geborene Aufnahmestopp brachte für die Mitarbeiterinnen des TSV schon einigen Ärger mit sich. Pia Sperber: „Schade ist in diesem Zusammenhang, dass unsere Mitarbeiter am Telefon zum Teil böse beschimpft werden, obwohl sie ausschließlich zum Wohle der Tiere handeln.“

Jetzt unternimmt das Team des Tierschutzvereines einen weiteren Versuch, wenigstens eine Katze zu vermitteln. Pia Sperber stellt deshalb Frieda vor: „Sie ist eine zwölfjährige Katze, die bisher nur in der Wohnung gelebt hat. Aus gesundheitlichen Gründen wurde sie von ihrer Besitzerin abgegeben. Bisher wurde Frieda nur im Haus gehalten, aber gegen einen gesicherten Balkon hätte sie sicher nichts einzuwenden. Sie ist sehr lieb, zeigt aber auch nach Katzenart was sie will oder nicht will. Und sie sollte besser allein ohne andere Katzen gehalten werden, weil sie anderen Katzen gegenüber nicht immer freundlich gestimmt ist. Kleine Kinder sind ihr zu laut und ungestüm, sie braucht ein ruhiges Zuhause, wo sie alleine mit ihrem Menschen alt werden kann. Wer Frieda ein neues Heim bieten möchte, soll sich doch bitte bei uns melden.“

Wer Kontakt zum Tierschutzverein Meinerzhagen/Kierspe aufnehmen möchte, kann das unter Tel. (0 23 54) 70 65 97 oder im Internet unter der E-Mail-Adresse Adresse info@tierschutz-meinerzhagen.de tun.

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