Kater Puschkin zieht es ins alte Revier

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Kater Puschkin zieht es regelmäßig in sein altes Revier rund um die Jesus-Christus-Kirche.

Meinerzhagen - Vor gut fünf Jahren zog der grau-schwarz getigerte Kater Puschkin bei Hilde Friedrichs ein.

Damals noch in Kierspe, gewöhnte man sich schnell aneinander und bezog einige Zeit später eine neue Wohnung am Krummicker Weg in Meinerzhagen, wo fortan das Revier von Puschkin war. Als Freigänger drehte er dort seine Runden und kam immer wieder ohne Probleme heim. Und weil er ein großer Schmuser ist, baute er auch zahlreiche „nachbarschaftliche Kontakte“, bei denen schon mal ein Leckerchen zu ergattern war, auf. Insgesamt ein völlig entspanntes Katzenleben.

Das sollte sich eigentlich noch steigern. Und zwar durch einen Umzug ins neue Zuhause, etwas außerhalb der Innenstadt, aber mit herrlichem Ausblick und eigenem Garten. Im November letzten Jahres dort angekommen, war es auch kein Problem, dass Puschkin die ersten zwei Monate nur im Haus bleiben musste. Schließlich sollte er seine neue häusliche Umgebung kennenlernen. Dann aber hieß es: ab durch die Katzenklappe. Die Umgebung wurde ausgiebig erkundet und danach ging es dann immer wieder heim zu Frauchen und Herrchen.

Vor rund sechs Monaten stellte sich aber eine wesentliche und nervenaufreibende Veränderung ein. Immer wieder machte sich Puschkin in der Nacht auf den Weg in sein altes Revier rund um die Jesus-Christus-Kirche. Von selbst zurück kam er nicht. Vielmehr erinnerte er sich an seine „alten Bekannten“, bei denen er sich vor der Balkontür bemerkbar machte. Keine dumme Idee, denn die riefen umgehend seine Familie an, welche sich dann mit dem „Katzentaxi“ zur Abholung auf den Weg machte. Das anschließende Ritual war und ist bis heute immer gleich. Puschkin frisst nach seiner Heimkehr ausgiebig und ruht sich für die nächste Wanderung aus. Bis zu deren Start dauert es manchmal mehrere Tage. Kläglich scheiterten die zwischenzeitlichen Versuche der Familie, aus dem Freigänger einen Stubenkater zu machen. Er drehte dabei am sprichwörtlichen Rad und war nicht zu bändigen.

„Wir wissen uns keinen Rat mehr und sind besorgt. Besonders weil der Weg von Puschkin über die Oststraße führt“, so Hilde Friedrichs. Eine Ursache für Puschkins Verhalten könnte sein, dass er an seinem neuen Wohnsitz kein eigenes Revier erobern konnte und sich deshalb an sein altes erinnert hat. Aus lauter Verzweiflung haben sich seine Halter nun eine Möglichkeit überlegt, die vielleicht praktikabel ist. „Wenn jemand in Puschkins altem Revier am Krummicker Weg bereit wäre, ihn aufzunehmen, könnte er wieder dort leben“, so Familie Friedrichs. In diesem Zusammenhang erwähnen sie die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung für einen potentiellen neuen Halter.

„Wir wollen Puschkin nicht loswerden, sondern nur verhindern, dass er über kurz oder lang auf der Oststraße überfahren wird.“ Wer sich im Bereich des Krummicker Weges in der Lage sieht und ein ehrliches Interesse an der Lösung des „tierischen“ Problems hat, kann sich unter Tel. 01 63 / 9 72 65 01 oder unter 0 23 54 / 7 78 14 63 melden.

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