Zum Wintereinbruch soll's fertig sein: Tiefe Furchen an der Straße "Zum Eickenhahn"

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Die Straße Zum Eickenhahn erhält derzeit einen neuen Mischwasserkanal, der weitaus mehr Wasser transportieren kann als der mittlerweile unterdimensionierte Vorgänger.

Meinerzhagen - Tiefe Furchen graben die Bagger derzeit in die Straße Zum Eickenhahn: Bestenfalls bis zum Wintereinbruch soll dort im Bereich bis zur Einmündung Kohlbergstraße ein neuer Mischwasserkanal verlegt worden sein. Und bislang sind Stadt und ausführendes Unternehmen zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können.

„Natürlich weiß man nie, wie sich das Wetter ändert oder welche unvorhergesehenen Dinge passieren. Aber bislang sieht es gut aus“, sagt Jürgen Tischbiereck, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus auf Anfrage der MZ. 

Er weiß dabei natürlich auch um die Verkehrssituation, die – bei rechtlich strenger Auslegung – für immense Umwege sorgen kann. Nur Schulbusse dürfen die behelfsmäßige Baustraße direkt neben der Baugrube zwischen B54 und Einmündung Kohlbergstraße befahren. Eigentlich. Wer die Baustelle aber einige Minuten beobachtet, sieht immer wieder Privatfahrzeuge, die sich ihren Weg an den Arbeitern vorbei bahnen. 

Das Wetter muss mitspielen

Die Arbeiter sehen das recht entspannt („Solange sie sich nicht prügeln...“), Jürgen Tischbiereck verweist aber auf den rechtlichen Rahmen, in dem sich diese Autofahrer dann bewegen: Sollte bei der Durchfahrt etwa Erde vom Bagger auf das Auto fallen, muss der Fahrer selbst für den Schaden aufkommen. Ganz zu schweigen von der Gefahr für die Bauarbeiter. 

„Wir wollen die Baustelle im besten Fall natürlich zum Winter so wieder herstellen, dass vielleicht sogar ein Begegnungsverkehr möglich ist“, betont Tischbiereck die Bemühungen aller Seiten, die Unannehmlichkeiten für Anwohner so gering wie möglich halten zu wollen. Zumindest eine einspurige – und reguläre – Befahrbarkeit soll, wenn das Wetter denn mitspielt, dann aber gewährleistet sein. 

Größere Rohre für zuverlässige Entwässerung

Wie notwendig die Investition in den neuen Mischwasserkanal war, verdeutlichen die Daten der alten und neuen Rohre: Wo einst lediglich 30 Zentimeter dicke Kanäle für die Ableitung des Wassers zuständig waren, sollen künftig viermal größere Rohre für eine zuverlässige Entwässerung sorgen. 

1,20 Meter Durchmesser hat der neue Kanal in Höhe des Discounters Penny, erst an der Einmündung Immecker Grund verkleinert sich das Maß dann auf 1 Meter, ehe im Bereich Hestenberg „nur noch“ 50-Zentimeter-Kanäle eingesetzt werden. Tischbiereck begründet das auch mit dem Klimawandel, der größere Wassermengen erwarten lasse und eine neue Dimensionierung der Kanäle erfordere. 

„Früher hat man mit einem Durchfluss von 100 Litern pro Sekunde und Hektar gerechnet. Heute haben wir 170 Liter zugrunde gelegt.“ Und: Für eine zusätzliche Belastung des alten Kanals habe auch der „Flaschenhals“ gesorgt, der bis zur Einleitung in den Kanal unter der B 54 zu überwinden war. „Dadurch entstand eine Sogwirkung, die den kleinen Kanal am Eickenhahn zusätzlich belastete“, erklärte Tischbiereck.

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