Thomas Blugs „Rockanarchie“

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Thomas Blug begeisterte bei seinem Konzert in der Stadthalle die Besucher. ▪

Meinerzhagen ▪ Ordentlich was „auf die Ohren“ gab's am Samstag in der Stadthalle: Den vollen Sound der 70er Jahre mit Thomas Blugs Rockanarchie.

Der Gitarrist, der bereits im vergangenen Jahr mit seiner Interpretation vom Jimi Hendrix-Stücken begeisterte, spielte diesmal mit zwei Musikern auf. Rudi „Gulli“ Spiller, der mit seinem erdigen Bass die Linie vorgab, und Charlie T., vielen vor allem als Westernhagen-Drummer bekannt, der schlagkräftig für den richtigen Drive sorgte.

Mit „Hey Joe“ von Hendrix, dem Altmeister an der Stratocaster, nahm der „Stratking of Europe“ (ein Titel, den ihm die Firma Fender 2004 verlieh), das Thema seines letzten Konzertes noch einmal auf und verknüpfte den Song gekonnt mit Stevie Wonders „Superstition“.

„Wir spielen die Musik, mit der wir aufgewachsen sind. Und wir spielen sie auf unsere Weise“, erläuterte Thomas Blug den Zuhörern, von denen sich die meisten wohl noch gut an diese Zeit in den 70er Jahren erinnern konnten. Eine Zeit, in der sich Musiker noch nicht scheuten, ausgedehnte Soli zu spielen und dabei die Möglichkeiten ihres Instrumentes voll auszureizen. Und das tat auch Thomas Blug, der seit Jahren am Sound seiner Gitarren arbeitet. Mit Stücken von Police rockte er die Halle, präsentierte eine knallige Version von Led Zeppelins „Whole lotta love“ und ließ dabei immer wieder auch andere Stücke dieser Musikära anklingen.

Gulli, nach eigener Aussage stimmlich etwas angeschlagen, gab dennoch alles, schrie, flüsterte und hauchte, trat in einen Dialog mit Blugs Gitarre und lieferte einige Einlagen auf der Mundharmonika. Dafür erntete er immer wieder Szenenapplaus, ebenso wie Charlie T. nach seinem Schlagzeugsolo.

Rund zwei Stunden spielte die Band, bot neben einer fetzigen Version von „Miss you“, die Mick Jagger und den Stones Tränen in die Augen getrieben hätte, auch gefühlvolle Balladen wie „Wicked Games“ von Chris Issac und ließ zum guten Schluss auch das Gitarrenriff erklingen, das bei einem Rückblick auf die 70er selbstverständlich nicht fehlen darf: „Smoke on the water“ von Deep Purple, kombiniert mit „Papa was a rolling Stone“ und Pink Floyd-Klänge.

Eine Zugabe war danach unvermeidlich, und dabei drehte der schnellfingrige Thomas Blug mit seinen Mannen bei Rock and Roll von Led Zeppelin noch einmal richtig auf. Mit „Purple Rain“ von Prince klang der Sound der 70er schließlich aus.

Den Erlös des Konzertes will der Verein Rettungsinsel für ein Kinderheim in Indien einsetzten, in dem zurzeit 50 Kinder leben. ▪ luka

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