„Es geht um die Zukunft unserer Stadt“

+
Etwa 150 Besucher verfolgten die Ratssitzung – zwei aus Protest sogar mit Brett vor dem Kopf. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Meinerzhagener Bürger wurden bei den Planungen zum Umbau des Stadthallen-Umfeldes offensichtlich zu wenig „mitgenommen“. Das soll sich ändern.

Außerdem wird eine Entscheidung über das Millionen-Projekt erst später fallen. Das waren die beiden wichtigsten Erkenntnisse, die die mit Spannung erwartete Ratssitzung am Montag brachte.

Etwa 150 Einwohner hatten sich im überfüllten Ratssaal eingefunden, auch sie wurden mit einem „modifizierten Beschlussvorschlag“ der Verwaltung überrascht. Nach der massiven Kritik an den Umbauplänen in den vergangenen Tagen war offensichtlich die Einsicht gereift, dass der Umbau mit neuem Platz, Freilegung der Volme, neuem Kreisverkehr und neuer Straße an der Stadthalle nur dann zu realisieren ist, wenn die Bürger eingebunden und vor allen Dingen besser informiert werden. Dazu soll – so im neuen Beschlussvorschlag vorgesehen – am 3. Juli ab 18 Uhr in der Stadthalle eine Einwohnersammlung stattfinden. „Den endgültigen Beschluss über die (...) empfohlenen Maßnahmen fasst der Rat in seiner Sitzung am 8. Juli 2013“, heißt es unter Punkt 3. Schließlich fand sich im Rat eine Mehrheit dafür. Die vorgeschlagenen Maßnahmen im Stadthallen-Umfeld wurden bei sechs Gegenstimmen und zwei Enthaltungen „dem Grunde nach“ befürwortet.

Ingolf Becker, einer der Initiatoren der Unterschriftensammlung gegen die Umbaupläne, ergriff als Grünen-Ratsherr das Wort. Das tat auch sein „Mitstreiter“ Axel Oehm in der „Stunde der Öffentlichkeit“. Beide wandten sich erneut vehement gegen die Planungen. Bürgermeister Pierlings und Vertreter der beiden größten Fraktionen aus SPD und CDU blieben bei ihrer grundsätzlichen Zustimmung, ebenso wie die FDP und die Linke. Die UWG sah sich wegen der neuen Tischvorlage ein wenig in die Defensive gedrängt, Raimo Benger mochte nicht „im Grunde“ dafür stimmen. Letztlich gab es eine Mehrheit für den Beschluss mit aufschiebender Wirkung. Bis zur Ratssitzung am 8. Juli, so der Umbau-Befürworter Erhard Pierlings, gelte es nun, die Bürger durch Sachargumente zu überzeugen: „Die Hände in den Schoß zu legen wäre falsch. Es geht schließlich um die Zukunft unserer Stadt.“ ▪ beil

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare