Theaterprojekt „Soundso“ präsentiert „Macht Sinn“

Am kommenden Samstag, 16. Juni, präsentieren die Schülerinnen ihr selbstentwickeltes Theaterstück in der Aula des evangelischen Gymnasiums. Der Eintritt dazu ist frei.

MEINERZHAGEN ▪ Seit einem guten Jahr arbeitet eine Gruppe von acht Schülerinnen des evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen unter der Leitung von Thomas Erdmann an einem selbstentwickelten Stück. Am kommenden Samstag, 16. Juni, beginnt um 19.30 Uhr in der Aula des EGM die Premiere des Stücks „Macht Sinn“.

Es handelt sich hierbei um eine Eigenproduktion des Theaterprojekts Soundso des evangelischen Gymnasiums. Einlass in die Aula ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Was macht in unserem alltäglichen Leben überhaupt noch einen richtigen Sinn? Gibt es den großen „Sinn des Lebens“ überhaupt? Und wenn ja, wie sieht er aus? Kann man den „Sinn“ anfassen, materialisieren? Und ist nicht für jeden der „Sinn des Lebens“ etwas anderes? Hängt die Frage nach dem Sinn auch damit zusammen, wie wir die Welt sehen?

Diese Gedanken in einem Theaterstück zu vereinen war das Ziel der Gruppe. Über Monate haben die Spielerinnen Rollen – auch mit Hilfe des Internets – entwickelt, denen wir bei der Sinnsuche zusehen können.

Dabei fand die Rollenarbeit nicht nur auf der Bühne statt, sondern erfolgte auch über das Internet. Auf der Theaterhomepage http://www.egm-theater.de wurde ein kleines Netzwerk eingerichtet, das die Schülerinnen nutzen konnten, um in ihren Rollen zu chatten und Texte zu schreiben. So entstand viel Material, dass zur Grundlage des Stückes wurde. Bei der weiteren Umsetzung war ein von der Volksbank in Meinerzhagen gesponserter Workshop mit der Theaterpädagogin Birgit Günster aus Köln eine große Hilfe. Einen Tag lang arbeitete sie mit der Gruppe daran, wie man die Suche nach dem Sinn auch bildhaft erfahrbar machen kann. In diesem Workshop sind viele Ideen entstanden, die auch im fertigen Stück zu sehen sein werden. Am Ende steht ein Stück, das die Sinnfrage natürlich nicht beantworten kann, aber vielleicht sichtbar wird, was wir suchen und wie wir es suchen:

Wir sehen eine Gruppe von Personen suchen. Sie suchen nach unterschiedlichen Dingen, aber sie suchen alle dasselbe. Sie versuchen ein glückliches, ein erfülltes Leben zu leben. Sie verfolgen Ziele, sie haben Wünsche, aber sie finden ihn nicht den Sinn. Sie suchen Erfolg, Vertrauen, Freunde, neue Schuhe, jede für sich und jede gegen die Anderen. Sie leben in einer Welt in der die Sinnfrage kaum zu beantworten ist, in der nur Erfolg zählt. Es geht um Effizienz, es geht um Geld, es geht darum, keine Fehler zu machen. Für persönliche Wege und Umwege zum Glück ist kein Platz.

Wo ist der Sinn? Der Mensch ist eine Maschine, er hat zu funktionieren. Die Umwelt ist beherrschbar. Das naturwissenschaftliche-rationale Denken bestimmt unser Handeln. Wir leben in einem ständigen Konkurrenzkampf – nur der Beste gewinnt, der Zweite ist der erste Verlierer. Wer fällt, geht verloren.

Wie verändert sich aber die Suche nach dem Glück oder dem Sinn wenn man anders auf die Welt sieht. Wenn man die Perspektive ändert, wenn jeder nicht nur sich, sondern auch die anderen und deren Glück im Blick hat. Wir sehen eine Gruppe von Personen. Sie suchen nach unterschiedlichen Dingen, aber sie suchen alle dasselbe. Sie verfolgen Ziele, sie haben Wünsche. Aber sie suchen nicht mehr allein. Sie nehmen sich gegenseitig wahr. Sie nehmen sich selbst wieder wahr. Wer fällt, wird aufgefangen. Was finden Sie?

Die Gruppe würde sich über zahlreiche Zuschauer sicherlich freuen.

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