Goethes Klassiker im neuen Gewand

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Thomas Erdmann (vorne) gibt den Schauspielerinnen und Schauspielern Anweisungen.

Meinerzhagen – Wie würde die Geschichte von Faust im Jahre 2019 aussehen?

Goethes Tragödie kennen die meisten aus der Lektüre im Deutschunterricht. Für die Theatergruppe des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen war es die Vorlage des neuen Theaterstücks. Die weltbekannte Geschichte wird von der Gruppe aus der heutigen Perspektive dargestellt.

Seit Anfang des Schuljahres arbeiteten die 19 Mitglieder der Theatergruppe und des Technik-Teams an dem neuen Stück. Jeden Freitag trafen sie sich zu den wöchentlichen Proben zwischen 14 und 16 Uhr. Auch zwei Probewochenenden haben die jungen Schauspieler und Techniker hinter sich. Anlässlich des neuen Theaterstücks war die MZ zu Gast beim zweiten Probewochenende auf dem Bamberg – ein Blick hinter die Kulissen.

Besuch beim Probenwochenende

Vom 15. bis 16. März herrschte wieder ein wildes Durcheinander in der Aula. Decken lagen neben den Sitzreihen im Mittelgang, ein großer Haufen mit Jacken, Schlaf- und Rucksäcken, Isomatten sowie Taschen befand sich direkt neben der Eingangstür, aber vor allem wurde wieder viel Theater gespielt – ein typisches Probewochenende auf dem Bamberg. Auf einem der vielen Stühle lag Goethes Faust aus dem Deutschunterricht: als Vorlage für das neue Stück. Dabei finden, anders als bei den Theaterstücken zuvor, originale Textstellen Verwendung. Diese wurden modernisiert und interpretiert.

Thomas Erdmann leitet Gruppe

„Also, ab auf die Bühne“, rief der Mann mit dem grünen Pullover und hochgekrempelten Ärmeln. Thomas Erdmann ist Leiter der Theatergruppe. Zusammen mit den Schülern erarbeitete er das Theaterstück. Von Freitag bis Samstag verbrachten die Schüler zwei lange Tage in der Schule, um das neue Theaterstück zu proben. Theater, Essen, Schlafen und noch mehr Theater – die Probewochenenden dienen dem Feinschliff. Aus den einzelnen Szenen wird ein in sich geschlossenes Stück.

Wenig Privatsphäre

Während der beiden Tage verbrachten die Schüler die meiste Zeit in der Aula. Stundenlange Proben und wenig Privatsphäre nahmen sie freiwillig auf sich, um fit für das neue Stück zu sein. Am Freitag wurden die einzelnen Szenen gespielt und besprochen. Für den Samstag standen dann zwei komplette Durchläufe auf dem Programm. Zwischendurch gab es Pausen.

Salate, Snacks  und warme Speisen

Während des Probewochenendes wurde natürlich auch für die Versorgung der jungen Schauspieler und Techniker gesorgt. Jedes Mitglied der Theatergruppe hatte ein wenig Essen mitgebracht. Darunter Salate, Nudeln oder andere Snacks „die eigentlich für zwei Tage reichen sollten“. Aber auch warme Mahlzeiten standen auf der Speisekarte der Theatermenschen.

Viel Technik im Einsatz

Ähnlich wie bei den Theaterstücken zuvor, kommt auch bei Faust wieder eine Menge Technik zum Einsatz. Das vierköpfige Technik-Team sorgt für Licht, Musik und Bild auf der Bühne: Für das neue Theaterstück unentbehrlich. So können sich die Zuschauer zum Beispiel auf den Einsatz von Live-Übertragungen mit dem Handy freuen.

Die Aufführungen

Die Theatergruppe präsentiert „Faust“ an folgenden Terminen:
1. Aufführung - Samstag, 30. März
2. Aufführung - Mittwoch, 3. April
3. Aufführung - Freitag, 5. April

Jeweils ab 19.30 Uhr in der Aula des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen. Der Eintritt zu den Aufführungen ist frei.

Julian Thamm

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