Theater AG für „Romeo und Julia“ gefeiert

Turbulent ging es zu, auf der Bühne des Evangelischen Gymnasiums.

MEINERZHAGEN ▪ Herz und Schmerz, heiter und komisch, derb und poetisch – ein facettenreiches Schauspiel wurde dem Publikum am Samstag in der voll besetzten Aula des Evangelischen Gymnasiums geboten.

Die Theater-AG brachte „Die ganz vorzügliche und höchst beklagenswerte Tragödie von Romeo und Julia“ auf die Bühne. Thomas Erdmann führte Regie, und die Schauspieler legten eine Spielfreude an den Tag, die von den Zuschauern schon vorab mit viel Szenenapplaus belohnt wurde.

Während die heimliche Liebe zwischen dem verzückten Romeo (Lukas Schick) und der von Gefühlen und Zweifeln hin- und hergerissenen Julia (Johanna Kopplin) allmählich erstarkt, werden sie unversehens zum Spielball des Schicksals. Ihre Familien sind derart verfeindet, dass es regelmäßig zu Beleidigungen und tumultartigen Auseinandersetzungen kommt, wenn die jeweiligen Mitglieder in der Stadt Verona aufeinander treffen. Von den Capulets lässt vor allem Julias Cousin Tybalt (Joscha Hüttebreucker) keine Gelegenheit zur Provokation und Schmährede aus. Er liefert sich beeindruckende Kämpfe mit Vertretern der Montagus. Bei einem Fight mit Romeo verliert er sein Leben. Das bringt Romeo die Verbannung und Flucht nach Mantua ein. Derweil bereiten Julias Eltern (Markus Schick und Laura Schönwies), die von der Liebesbeziehung nichts wissen, in aller Eile die Vermählung der Tochter mit dem Grafen Paris (Marc Erlhöfer) vor. In ihrer Heimlichkeit finden die Liebenden zunächst in der Amme (Jasmine Kuh), in der Bedrängnis dann in Pater Lorenzo (Mark M. Meiers) Helfer und Verbündete. Hoffen und Bangen, lebenskluge Sprüche der Geistlichkeit. Doch der Rettungsplan misslingt, die Hochzeitsfeier wird zum Leichenschmaus. Autor William Shakespeare hat es so gewollt. Die Akteure des Abends wurden regelrecht bejubelt. Zu Recht.

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