Fachtagung „Kindeswohl“ in Haus Nordhelle

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Die Vorträge zum Thema „Kindeswohl“ standen im Mittelpunkt der Fachtagung.

Valbert - 150 Teilnehmer der Fachtagung „Kindeswohl heute“ fanden sich am Mittwoch im Evangelischen Tagungszentrum Haus Nordhelle in Valbert ein. An diesem Tag standen die psychischen Erkrankungen von Eltern und die daraus resultierenden Herausforderungen für deren Kinder im Mittelpunkt.

Die Liste der Gäste und Referenten war lang. Vertreter verschiedener psychosozialer Dienste aus dem gesamten südlichen Märkischen Kreis nahmen teil und einige Besucher hatten sogar weitere Anreisen in Kauf genommen, um sich zu informieren. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Kinder psychisch kranker Eltern“ war es gelungen, viele Kooperationspartner für den Fachtag zu gewinnen und ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen.

„Erkrankt ein Elternteil an einer psychischen Krankheit, geraten Kinder häufig aus dem Blickwinkel des medizinischen und sozialen Helfersystems. Und doch stehen sie unter Druck.

Zu wenig sichtbar für Ärzte, Therapeuten und andere Betreuungspersonen landen sie immer wieder im Schatten der Krankheit ihrer Eltern und werden mitunter vergessen. Dass die Erkrankung eines Elternteils massive Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Kinder haben kann – das steht völlig außer Frage“, hieß es in der Einladung.

„Was genau brauchen diese Kinder, in welchem Alter, in welchem Kontext, um sie zu entlasten und zu stärken? Wie kann man diese ,vergessenen Kinder’ erreichen und welche Hilfe macht Sinn? Wie und wodurch kann die Kooperation zwischen unterschiedlichen Institutionen und Eltern gelingen, so dass die Hilfe ankommt?“. Das waren zentrale Fragen, um die es in Haus Nordhelle ging.

Zum Programm gehörte auch die Vorstellung verschiedener Angebote: Institutsambulanz (Erwachsenenpsychiatrie), Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderschutzbund, Sozialpsychiatrischer Dienst, Drogenberatungsstelle und Suchtberatung der Diakonie, die Initiative „Sternenzelt“ und die Fachberatung im Kinderschutz waren vertreten. In großer Runde konnte das Gehörte schließlich auch diskutiert werden.

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