Realschüler veranstalten Solarautorennen mit Eigenbauten

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Hin und zurück musste die selbstgebaute Rennstrecke von den Solarmobilen gemeistert werden.

Meinerzhagen - Ente oder DG? Kürbiskopf oder Staubmaul? Wer würde am Finale teilnehmen? Gespannt verfolgten die Teilnehmer des Wahlpflichtkurses Technik an der Städtischen Realschule bei einem Solarautorennen die letzten Durchgänge, mit denen die Finalisten ermittelt wurden.

13 Teilnehmer waren mit ihren selbstgebauten mit Sonnenenergie betriebenen Fahrzeugen an den Start gegangen, nachdem sie sich gemeinsam mit ihrem Lehrer Viktor Naj im Rahmen des Kurses mit den Zukunftsthemen Elektromobilität und erneuerbare Energien beschäftigt und ihre Erkenntnisse in kreative Konstruktionen umgesetzt hatten.

Bei Design, Form und Farbe, aber auch bei der Namensgebung konnten sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Ziel war es, ein von der Optik her traditionelles Fahrzeug zu bauen, das mit relativ wenig Solarzellen– zwei oder vier – ausgerüstet, möglichst schnell ans Ziel gelangt. Ein mittig platzierter Führungsdorn hielt die „Boliden“ in der Führungsschiene der selbstgebauten Rennstrecke, die hin und zurück befahren werden musste. Dabei konnte die Fahrtrichtungsumkehr am Ende der Strecke entweder durch eine eingebaute Umschaltvorrichtung oder manuell durch den Fahrer oder einen Helfer erfolgen.

Schulleiterin Aysel Tacke und Viktor Naj nahmen die Fahrzeuge vor den Rennen in Augenschein und bewerteten Gestaltung und Verarbeitung. Dann konnte jedes Solarmobil bei drei Geschwindigkeitsrennen zeigen, was in ihm steckte, und schließlich starteten jeweils zwei Fahrzeuge zu einem Wettrennen.

Das entschied im Finale letztlich Kürbiskopf für sich, gebaut von Martin Harms. Platz zwei belegte DG, konstruiert von Daniel Grabowski. „Ente“ von Nurit Schmidt schaffte es auf den dritten Platz. Alle Fahrzeuge verfügten über zwei Solarzellen. Doppelt so viele hatten der von Matthias Epp gebaute „Black Furious“, der deshalb seinem Namen alle Ehre machte und die Strecke in der besten Zeit meisterte, sowie sein einziger Rivale in dieser Klasse.

Pech gehabt hatten die Solarmobilkonstrukteure der Realschule leider in der vergangenen Woche, als sich vier von ihnen mit ihren Modellfahrzeugen am regionalen Schülerwettbewerb „Sonne macht schnell“ beteiligten, der von der Europaschule in Dortmund ausgerichtet wurde. Die Umschaltvorrichtung hatte, vermutlich weil sich die Sonne an diesem Tag nicht zeigen wollte und die Lichtverhältnisse zu schlecht waren, versagt. Im Vorjahr hatte das Meinerzhagener Team in der Klasse Classic Cars 2.0 den ersten Platz belegt.

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