Mehrere Infizierte im heimischen Betrieb

Corona: Firma Tebit zieht die Reißleine

Das Meinerzhagener Unternehmen Tebit zog die Reißleine und schloss sein Werk bis nach Ostern. Der Grund: Corona-Fälle in der Belegschaft.
+
Das Meinerzhagener Unternehmen Tebit zog die Reißleine und schloss sein Werk bis nach Ostern. Der Grund: Corona-Fälle in der Belegschaft.

Die Corona-Pandemie und die speziell im Märkischen Kreis hohen Inzidenzwerte machen auch vor der heimischen Wirtschaft nicht Halt. So bleibt die Meinerzhagener Firma Tebit in dieser Woche geschlossen.

Meinerzhagen – Nach mehreren Corona-Fällen hat sich das Unternehmen für diese Woche eine Betriebsruhe auferlegt und wird erst am Dienstag nach Ostern die Produktion wieder aufnehmen. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, die uns nicht leicht gefallen ist, die wir aber im Sinne unserer Mitarbeiter und im Hinblick auf die lokalen Inzidenzzahlen als richtig erachten“, erklärte Geschäftsführer Thomas Becker diesen bemerkenswerten Schritt.

Mitarbeiter erkrankt

Dazu entschlossen hatte sich die Unternehmensleitung, nachdem in der vergangenen Woche einige Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt oder als private Kontaktperson eines Corona-Falls vorsorglich in Quarantäne geschickt worden waren. „Das betrifft ungefähr zehn Prozent unserer Belegschaft“, so Becker. Zur Einordnung: Das am Schnüffel ansässige Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter.

Gründonnerstag interner „Feiertag“

Nach Rücksprache und Abstimmung mit den Kunden – Tebit arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich Medizintechnik, ist internationaler Zulieferer – und den Arbeitnehmervertretern sowie der Klärung der arbeits- und sozialrechtlichen Fragen stand das Modell Ende vergangener letzter Woche schließlich. Für die Angestellten heißt das konkret: Montag, Dienstag und Mittwoch dieser Woche gelten als Urlaubstage, und den von der Politik zunächst als bundesweiten Ruhetag in Aussicht gestellten Gründonnerstag nimmt die Firma quasi als bezahlten Feiertag auf ihre Kappe.

Gefährdung gering halten

„Es geht darum, die Gefährdung der Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten“, betonen die Tebit-Geschäftsführer Thomas Becker und Meinolf Skudlarek. Ein wesentlicher zukünftiger Baustein dazu soll ab Dienstag nach Ostern auch das Angebot an die Mitarbeiter sein, sich zwei Mal wöchentlich auf freiwilliger Basis testen zu lassen. Unabhängig von eventuell noch zu erwartenden verpflichtenden Vorgaben aus Berlin hat sich das Unternehmen im größeren Umfang mit Corona-Schnelltestes eingedeckt. Dabei, dass die Testungen korrekt durchgeführt werden, werden – ebenfalls freiwillig – innerbetriebliche Ersthelfer mithelfen. Zudem steht dem Unternehmen das Rote Kreuz beratend zur Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare