Tischtennis ohne, Kicker mit Maske

Jugendzentrum: Rückkehr zur Normalität mit neuem Konzept

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Nicht ohne Maske: Beim Kickern muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Meinerzhagen – In vielen Einrichtungen in Meinerzhagen hat die Corona-Krise für ein turbulentes Jahr und eine über den Haufen geworfene Jahresplanung gesorgt. Auch das Jugendzentrum am Schulplatz blieb davon nicht verschont.

Als es Mitte März zum allgemeinen Lockdown kam, musste die in der alten Nordschule untergebrachte Institution ihre Türen erst einmal schließen – und das für fast zwei ganze Monate. Ungenutzt ließ man diese Zeit im Jugendzentrum aber nicht verstreichen. „Während des Lockdowns wurde das Haus grundgereinigt. Zudem wurden neue Büromöbel gekauft“, sagt Leiterin Silke Stöhr.

Corona-Vorschriften

Ein besonderes Augenmerk habe darauf gelegen, ein Konzept für die Zeit nach der Schließung zu erarbeiten. Ging es doch darum, die Attraktivität des Jugendzentrums und seines Angebots für die Zielgruppe – Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 6 bis 26 Jahren – zu erhalten, wie Stöhr erklärt. Kein einfaches Unterfangen, aber es gelang. Mit einem den Corona-Vorschriften entsprechenden Schutzkonzept öffnete das Jugendzentrum am 18. Mai wieder. 

Die Besucher tragen sich mit Uhrzeitangaben in der Anwesenheitsliste ein. Alle müssen einen Mindestabstand von 1,50 Meter zueinander wahren. Zudem muss man, während man sich im Haus bewegt, einen Mund-Nase-Schutz tragen. Wenn man seinen Platz eingenommen hat, beispielsweise im Bistro, darf die Maske abgenommen werden. Dies gilt auch bei den verschiedenen Spielmöglichkeit – aber auch nur, wenn der nötige Abstand eingehalten werden kann. Silke Stöhr erklärt es anschaulich an zwei Beispielen: „Beim Tischtennis dürfen die beiden Spieler ohne Maske an der Platte stehen, da der Abstand groß genug ist. Beim Kickern hingegen müssen sie eine Maske tragen.“

Besucher beachten Regeln

Bis heute hat das Konzept unverändert seine Gültigkeit. Ein Konzept mit Regeln, die von den Besuchern vorbildlich eingehalten würden. „Das soziale Miteinander stimmt“, lobt Silke Stöhr. In den schwierigen Corona-Zeiten gilt bei den Jugendzentrums-Besuchern offenbar erst recht: Zusammenhalt statt Konflikt. Während der Sommerferien fanden auch verschiedene Workshops statt. Diese waren zwar mäßig besucht, generell jedoch würden die vielfältigen Angebote des Jugendzentrums seit der „Wiedereröffnung“ Mitte Mai gut angenommen, das Haus sei regelmäßig gut besucht. 

Seinen Teil dazu trägt auch ein ganz besonderer „ehrenamtlicher Mitarbeiter“ bei, wie Silke Stöhr erklärt: Gustav heißt die freundlich dreinschauende Figur, die in der Fußgängerzone vor dem Eiscafé Cortina platziert ist: Der Aufsteller hält jede Menge Info-Material bereit, das man sich mitnehmen kann. Wie lange die Corona-Krise noch andauert, weiß niemand. Eines ist aber gewiss: Das Schutzkonzept im Jugendzentrum hat sich bewährt. Mit neuen Angeboten nach den nun beendeten Sommerferien blickt man weiter nach vorne.

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