Eindrucksvolle Berichte aus Indien

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Mit vielen beeindruckenden Aufnahmen unterstrich die Autorin ihre Erzählungen.

Meinerzhagen - „Sie sollten auch einmal indische Kleider tragen, das ist befreiend und sehr angenehm“, sagte Tabitha Bühne, die auf Einladung von KuK am Dienstagabend in der Stadthalle zu Gast war.

Tabitha Bühne lebt mit ihrem Mann in Indien, in Delhi, und das nicht etwa in einem geschützten, abgegrenzten Raum für Ausländer, sondern mitten im Trubel der Großstadt.

Mit großer Begeisterung erzählte Tabitha Bühne davon, wie sie nach Indien gekommen ist, wo sie ja eigentlich nie hinwollte. Sie hatte zur Selbstfindung viele berufliche Möglichkeiten ausgelotet. 

Doch ihr Aufenthalt bei der Meinerzhagener Zeitung hat sie dazu gebracht, Medienwissenschaften zu studieren. Ihrer großen Liebe war es dann zu verdanken, dass sie nach Indien ging. Die Liebe währte nicht lange, doch Tabitha Bühne blieb. Sie fand zu Gott und sei durch ihren Glauben ein fröhlicher Mensch geworden, erzählte sie.

„In Delhi ist das Leben für mich eine Herausforderung, die Luft ist sehr schlecht und der Verkehr so extrem, dass man immer damit rechnen muss, überfahren zu werden“. So genießt sie es, zu laufen. Die Leidenschaft teilt sie mit ihrem Ehemann, mit dem sie sogar gemeinsam Marathon läuft. Sie hatte verschiedene Jobs, darunter auch Model und Schauspielerin, „Ich bekam sogar eine Rolle in einem Horrorfilm, doch der wurde dann nie fertiggestellt. Ich habe ein Jahr umsonst gearbeitet!“

Danach entschied sie sich fürs Schreiben und um dafür Feedback zu erhalten, nahm sie Kontakt zu einem Journalisten auf, den sie dann später heiratete. Ihr Ehemann Dr. Markus Spieker ist Leiter des ARD-Studios Südasien und schreibt christliche Bücher. Bühne berichtete packend und schnell und nimmt die interessierten Zuhörer mit auf eine Reise durch ein faszinierendes und aufregendes Land. 

Mit vielen Aufnahmen von Land und Leuten entsteht vor den Augen der Betrachter ein beeindruckendes Bild von der Vielschichtigkeit Indiens. „Ich habe noch nie so viel gelacht, geweint und war wütend wie in der ersten Zeit in Indien“, so die Autorin. Bewunderung hat Tabitha Bühne für die Frauen in Indien, die sich großen Herausforderungen stellen müssten. 

Ihre aufregenden Erzählungen unterbrach sie immer wieder, indem sie aus ihrem Buch „Mit den Sari auf Safari“ vorlas. So entstand ein aufregender, zum Teil bedrückender Einblick in das Leben und Leiden der Menschen in den Großstädten und auf dem weiten Land, in den Bergen und an den Flüssen und in den Slums.

Einen besonders tiefen Eindruck hinterließen die Erzählungen und die Bilder aus Varanasi, der Stadt der Totenverbrennungen. „Mit dem Tod wird hier ein großes Geschäft gemacht“, sagte Tabitha Bühne. Sie erfuhr von Hexenverbrennungen, erlebte Dämonenaustreibung im Buddhismus, war eine Woche in einem Yogacamp und besuchte ein Frauenhaus in Kalkutta. 

Doch auch von Festen und Ritualen erzählte die Autorin auf mitreißende Art. Die Besucher wollten mehr wissen und so stellte sich Tabitha Bühne im Anschluss an ihren interessanten und bilderreichen Vortrag den Fragen des Publikums. Und so ließen es sich die zahlreichen Besucher am Ende auch nicht nehmen, das Buch von Bühne gleich vor Ort zu erwerben und sich signieren zu lassen.

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