Das sympathischste Zentrum der ganzen Region

Achim Neubert von der Stadt (l.) und Stadtmarketing-Geschäftsführer Leonidas erläuterten die „Visionen“.

MEINERZHAGEN ▪ „Meinerzhagen – das sympathischste Einkaufszentrum in der ganzen Region“. Das ist eine Vision des Stadtmarketingvereins. Am Donnerstag begrüßte der Geschäftsführer des Stadtmarketing-Vereins, Bernd-Martin Leonidas, zum Thema „Handel und Wandel“ über 40 Einzelhändler und Dienstleister aus der Volmestadt im Ratssaal des Rathauses.

Gemeinsam sollte darauf hingewirkt werden, ein Konzept zu erarbeiten. Dazu hatte Leonidas für jeden Teilnehmer einen Fragebogen vorbereitet, in dem die Meinungen zu den relevanten Themen abgefragt wurden. „Wir wollen Geld verdienen in der Stadt und wollen keinen Leerstand“, sagte Leonidas zu Beginn seines ausführlichen Vortrags. Und weiter: „Projektideen sollen uns nach vorne bringen, der Stadtmarketingverein möchte hier unterstützen.“

Das Ziel des Stadtmarketing-Vereins sei es, Lebens- und Standortqualität zu steigern. „Die Politik und Verwandlung können das nicht allein bewältigen. Die Dinge müssen wir in die Hand nehmen und gemeinsam mit dem Stadtmarketing angehen“, sagte Leonidas. Die AG Einkaufsstadt löst sich zum Ende des Jahres auf. Daher wird es zukünftig eine Projektgruppe geben, die „Handel und Gastronomie“ heißen werde. Die Probleme sind das veränderte Kaufverhalten und der demographische Wandel in der Gesellschaft. Die Konkurrenz durch den Kauf im Internet und im Umland ist groß. Zudem werde zu wenig getan, um das Image der Stadt zu steigern. Durch Highlights in den verschiedenen Bereichen soll das verändert werden. „Wir haben hier alle Möglichkeiten und Rahmenbedingungen, um Leute von außerhalb nach Meinerzhagen zu holen“, führte Leonidas weiter aus. Hier sei Kreativität gefragt. Ideen und Anregungen erhofft sich Leonidas durch die Beantwortung der einzelnen Punkte in dem Fragebogen.

Auch während der Veranstaltung wurden Vorschläge, unter anderem zur Nutzung der Skischanze auch im Winter und zu Aktionen im Stadtpark gemacht. Der Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr wieder von Frank Lüttel organisiert und findet am 4. und 5. Dezember statt. Daran sollten sich die Einzelhändler beteiligen, wünscht sich Leonidas. Beim Stadtmarketingverein können Interessenten Hütten mieten. Mit der Veranstaltung am Weihnachtsmarkt-Sonntag in der Stadthalle mit dem Kinderstar Volker Rosin erhofft sich Leonidas eine große Resonanz nicht nur bei der Bevölkerung Meinerzhagens, sondern auch von außerhalb. Die Weihnachts-Tombola wird wahrscheinlich in diesem Jahr mangels Beteiligung der Einzelhändler nicht stattfinden, es sei denn, es werde kurzfristig durch die Gemeinschaft anders entschieden.

Gute Erfahrungen habe man mit der Nacht der langen Tische gemacht. Die Diskussion über verschiedenen Aktionen mache deutlich, dass man etwas anbieten müsse, was andere Städte nicht hätten. Leonidas ermahnte zur Gemeinschaft und wies auf das Trittbrettfahrer-Problem hin. „Damit machen wir uns selbst kaputt. Die Gemeinschaft muss dahinter stehen und nicht nur Einzelne“.

Auch auf verschiedene Werbekonzepte, die auch im Fragebogen abgefragt werden, ging der Geschäftsführer des Stadtmarketings ein. Auch die Situation an der Hauptstraße war Thema der Versammlung. Hier könne bereits jeder der Anwohner für ein ansprechenderes Ambiente sorgen. Um die Geschäfte am Ende der Hauptstraße in alle Aktionen mit einzubeziehen, werden Anregungen gewünscht. Weiter abgefragt wird auch das Interesse an der Weihnachtsbeleuchtung, für die 2011 der Stadtmarkting-Verein federführend sein wird, ebenso werden am 1. Januar 2011 die Gutscheine neu aufgelegt. Ob dann auch überregional damit geworben werden soll und wie das aussehen kann, auch das war Thema des Abends.

Besonders am Herzen liegen Leonidas die Öffnungszeiten der Einzelhändler. Hier seinen ebenfalls Konzepte gefragt: „Es geht um Einheitlichkeit“, so Leonidas. Konkrete Meinungsäußerung wird auch zum Thema Meinungsbefragung im Internet, Qualitätssicherung und Serviceleistungen abgefragt. Ebenso zu den geplanten Ortseingangsportalen und der Beschilderung mit Hinweis auf die Innenstadt an der (fertigen) Südumgehung. „Allein schafft das Stadtmarketing das nicht. Je mehr von Ihnen mitmachen, umso mehr können wir bewegen“, so Leonidas.

Zum Thema Leerstand in Meinerzhagen hatte Achim Neubert vom Hochbau- und Stadtplanungsamt eine umfangreiche Präsentation vorbereitet. Er verwies auch auf aktuelle Internetseiten, auf denen sich die Stadt mit ihren Objekten vorstellt und durch die auch die Vermittlung von Gewerbeimmobilien möglich ist. „Die Stadtverwaltung arbeitet in diesem Bereich mit allen zusammen, wir sehen uns als Ergänzung des Immobilienmarktes“, sagte Neubert. Die Stadt stehe nicht in Konkurrenz zu den professionellen Maklern, betonte Neubert. „Germansite“ und „GWS“ seien Portale, über die der Interessent Immobilien der Stadt finden könne. ▪ bel

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